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News, 07.08.2012
Stabiler Online-Handel
Deutscher E-Commerce von Krise kaum berührt
Der deutsche Online-Handel steuert weiter auf Rekordkurs: Trotz Eurokrise gehen Deutschlands Online-Händler mehrheitlich von einem Anstieg ihrer E-Commerce-Umsätze aus, zeigt das Konjunkturbarometer des deutschen Online-Handels e-KIX.
Wachstumstreiber im deutschen E-Commerce sind insbesondere die so genannten Silver Surfer, zeigt der Shopper-Konjunkturindex (s-KIX).
Wachstumstreiber im deutschen E-Commerce sind insbesondere die so genannten Silver Surfer, zeigt der Shopper-Konjunkturindex (s-KIX).

Deutsche Online-Shopper haben sich die Online-Einkaufslaune von der Krisenstimmung in Europa nicht verderben lassen. Im Gegenteil: Wie eine Sonderauswertung des vom E-Commerce-Center (ECC) Handel am Institut für Handelsforschung (IFH) Köln in Kooperation mit Trusted Shops, Rakuten und Hermes ermittelte ECC-Konjunkturindex ergab, entwickelten sich die E-Commerce-Umsätze deutscher Online-Händler fast das gesamte erste Halbjahr über sogar leicht positiv. Nur April und Mai kam es zu einer leichten Umsatzdelle. Im Juni aber zogen die Bewertungen der Händler hinsichtlich der aktuellen Umsatzlage wieder deutlich auf 105,9 Punkte an. Das ist nach dem Weihnachtsgeschäft bedingten Hoch im Dezember letzten Jahres und dem Spitzenmonat März (106,7 Punkte) der dritthöchste Wert seit eineinhalb Jahren. Zum Vergleich: Im Juni letzten Jahres hatte der e-KIX-Indikator zur aktuellen Lage lediglich 87,9 Punkte ausgewiesen.

Auch die Geschäftsprognosen für die kommenden zwölf Monate fallen positiv aus. So notiert der e-KIX-Wert zu den Erwartungen der Händler im Juli mit einem Stand von 132,4 Punkten fast unverändert auf äußerst hohem Niveau (Juni: 132,7 Punkte)  bezüglich der Erwartungen im Juni mit 132,4 auf einem sehr hohen Niveau. „Diese Werte bestätigen die Prognosen führender Experten zur Umsatzentwicklung im E-Commerce. Der Onlinehandel ist weiter auf Rekordkurs und zum festen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden – und das über alle Altersgruppen hinweg“, konstatiert Beate Rank, Geschäftsführerin der Rakuten Deutschland GmbH.

Vor allem Silver Shopper wollen E-Commerce forcieren

Die Bewertungen der Online-Händler decken sich mit den Ergebnissen des Teilindikators s-KIX zu den getätigten und den geplanten Online-Ausgaben deutscher Shopper. Lediglich im Juni fielen die Bewertungen der Online-Händler hinsichtlich der eigenen aktuellen Umsatzlage etwas positiver aus als der Indikator zu den Online-Ausgaben. „Trotzdem überwiegt auch bei den Shoppern der Anteil derjenigen, die hohe Ausgaben hatten, sodass ein Sommerloch nicht in Sicht ist“, heißt es im Bericht. So gab der s-KIX-Indikator zu den geplanten Online-Ausgaben in kommenden zwölf Monaten im Juni nur leicht von 117,7 auf 109,1 Punkte nach. Demnach wollen insbesondere die 20- und 29-Jährigen bei Online-Käufen in den kommenden zwölf Monaten nicht mehr ganz so viel für Online-Käufe investieren wie noch zu Beginn des Jahres. Bei den so genannten Silver Surfern zieht die Online-Kauflust dagegen weiter an. So plant vor allem die älteste im Rahmen des s-KIX betrachte Altersgruppe, ihre Online-Ausgaben zu erhöhen und das Internet noch mehr als bisher für Besorgungen zu nutzen.

Multi-Channel-Händler größte E-Commerce-Gewinner

Wie aus der Sonderauswertung hervorgeht, fielen die Bewertungen der Multi-Channel-Händler sowohl zur aktuellen Umsatzlage als auch hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung in den ersten zwei Quartalen deutlich positiver aus als die reinen Online-Händler. Während Letztere, die so genannten Pure Player, dem Bericht zufolge bereits ab Februar einen Rückgang ihrer Online-Umsätze meldeten, berichteten die Multi-Channel-Händler über das gesamte erste Vierteljahr hinweg über eine deutliche Verbesserung der Umsatzlage. Auch bewertete die Mehrheit der befragten Händler, die sowohl im stationären Handel als auch Internet präsent sind, ihre Umsatzlage in den ersten zwei Quartalen durchweg positiv. Am zufriedensten mit ihrer Lage sind Multi-Channel-Händler, die auch via Katalog vertreiben. So lag e-KIX-Wert der Händler, die sowohl im Internet als auch im stationären Handel und mit einem Katalog ihr Angebot vertreiben, im Juni mit 134,8 Punkten um 30 Punkte über dem Niveau der reinen Online-Händler. „Dies zeigt erneut, dass der Katalog nach wie vor als Impulsgeber auch für Online-Käufe eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln zu den Ergebnissen der Sonderauswertung.

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