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News, 09.10.2014
Schutz vor Anlagebetrug
Warnsignale bei Kapitalanlagen
2013 ist die Zahl der registrierten Fälle von Anlagebetrug in Deutschland massiv nach oben geschnellt. Der Bankenverband hat Indikatoren aufgeschlüsselt, bei denen Verbraucher von Kapitalanlagen besser die Finger lassen sollten.
Kapitalanlagen sollten sehr gut überlegt und sowohl das "Kleingedruckte" als auch den Anbieter betreffend überprüft sein. (Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de).
Kapitalanlagen sollten sehr gut überlegt und sowohl das "Kleingedruckte" als auch den Anbieter betreffend überprüft sein. (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de).

Anlagebetrüger haben derzeit Hochkonjunktur, lassen doch historisch niedrige Zinsen die Suche nach einer halbwegs rentablen und gleichzeitig sicheren Kapitalanlage für Laien fast aussichtslos erscheinen. Die Folge, wie der Bundesverband deutscher Banken berichtet: Auf der krampfhaften Suche nach höheren Renditen lassen sich Anleger leider immer wieder auf dubiose, vermeintlich lukrative Angebote ein.

Das Ergebnis lässt sich in der Kriminalstatistik ablesen. So wurden 2013 vom Bundeskriminalamt (BKA) 29 Prozent mehr Kapitalanlage- und Beteiligungsbetrugsdelikte (2013: 6.365 Fälle) erfasst als im Jahr 2012. „Die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle dürfte weit höher sein“, so der Bankenverband. Um sich vor Kapitalverlusten zu schützen, rät der Verband, auf folgende Warnsignale  zu achten:

Telefonkontakt

Obwohl gesetzlich verboten, knüpfen viele unseriöse Anbieter erste Kundenkontakte per Telefon. Bei solchen Anrufen gelte dem Verband nach: Nicht auf ein Gespräch einlassen.

Gewinnversprechen

Traumhafte Renditen blenden und verleiten Anleger zu unbedachten Entscheidungen. Eine Orientierungshilfe: Zehnjährige Bundesanleihen rentieren sich aktuell mit etwa ein Prozent. Deutlich höheren Renditegarantien bei ähnlichen Anlageprodukten sind mit äußerster Vorsicht zu begegnen.

Provisionsregelungen

Überzogene Provisionsforderungen sprechen dafür, dass der „Anlagespezialist“ eher den eigenen Gewinn als den des Kunden im Sinn hat. Zeigt sich, dass Provisionen falsch oder undurchsichtig ausgewiesen werden, sollten die Finger von der Offerte gelassen.

Auslandsadressen

Kapitalanleger sollten immer den Geschäftssitz des Vermittlers in Erfahrung bringen. Befindet sich dieser in einem exotischen Land, ist Vorsicht angesagt. Dort können geschädigte Kunden rechtliche Ansprüche oft nur schwer durchsetzen.

Zeitdruck

Eine typische Masche vieler schwarzer Schafe ist es, Anleger zum sofortigen Vertragsabschluss zu drängen, etwa mit dem Argument, dass ein Zuwarten die Gewinnaussichten schmälere. Dem Verband nach zeige jedoch die Erfahrung: Übereilte Entscheidungen werden oft bereut.

Folgegeschäfte

Um potenzielle Anleger in Sicherheit zu wiegen, schütten die vermeintlichen Anlageprofis aus einem ersten Kontakt mit geringem Kapitaleinsatz stattliche Gewinne aus. Meist wird dem Kunden gleichzeitig ein neues Angebot unterbreitet, allerdings unter Einsatz einer erheblich größeren Anlagesumme. Auch hier gilt: Nicht auf solche Angebote einlassen.

Tritt indes der Worst Case ein, rät der Bundesverband deutscher Banken Verbrauchern, die Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, umgehend Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

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