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News, 30.12.2013
SEPA-Uhr läuft ab
Deutscher Bankenverband schlägt SEPA-Alarm
Der Bundesverband deutscher Banken sieht die deutsche Wirtschaft bei der Umstellung auf den ab 1. Februar 2014 im europäischen Zahlungsverkehr gültigen SEPA-Standard besorgniserregend in Verzug.
Dem Bankenverband zufolge wird bislang erst ein Zehntel aller Lastschriften in Deutschland nach dem SEPA-Verfahren abgewickelt.
Dem Bankenverband zufolge wird bislang erst ein Zehntel aller Lastschriften in Deutschland nach dem SEPA-Verfahren abgewickelt.
Dr. Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, mahnt zum Jahreswechsel Unternehmen und Vereine, die Umstellung von Überweisungen und Lastschriften auf den europäischen Zahlungsverkehr SEPA („Single Euro Payments Area“) nicht länger aufzuschieben. "Es gibt keinen Plan B und es bleiben nur noch 32 Tage. Wer noch nicht umgestellt hat, sollte dies lieber heute als morgen tun", so der Chef des deutschen Bankenverbandes. Ab dem 1. Februar 2014 dürfen Kreditinstitute inländische und grenzüberschreitende Überweisungen und Lastschriften, die in Euro getätigt werden, gemäß EU-Verordnung nur noch im SEPA-Format ausführen.

Dem Bankenverband zufolge ist die deutsche Wirtschaft die SEPA-Umstellung betreffend stark im Hintertreffen. "Die Lage ist noch immer besorgniserregend", so Kemmer. Deutschland sei ein Lastschriftenland mit täglich 35 Millionen Lastschriften und einem Marktanteil im Euro-Raum von 47 Prozent. Dass immer noch 90 Prozent aller Lastschriften in der alten Welt stattfinden und nur 10 Prozent SEPA-konform seien, sei "alarmierend". Bei den Überweisungen sehe die Sache zwar "ein wenig positiver" aus. Wenn allerdings erst 32 Prozent der Überweisungen im SEPA-Format getätigt würden, sei dies auch hier laut Kemmer nicht genug. "Es besteht immer noch enormer Handlungsbedarf und das unter immensem Zeitdruck", so der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes.

Um sich für den SEPA-Zahlungsverkehr zu rüsten, sollten Unternehmen und sonstige Einreicher von Lastschriften dem Bankenverband zufolge zunächst bei der Bundesbank online eine Gläubiger-Identifikationsnummer (Gläubiger-ID) beantragen. „Für jede einzuziehende Lastschrift muss eine Mandatsreferenz vergeben werden, damit das Mandat eindeutig zugeordnet werden kann“, so der Verband. Des Weiteren gilt es, sobald die Unternehmenssoftware auf SEPA-Standard umgerüstet ist, Kunden und sonstige Vertragspartner über die anstehende Umstellung des Zahlungsverkehrs auf SEPA zu informieren.

Eine SEPA-Checkliste mit allen für die SEPA-Umstellung notwendigen Maßnahmen sowie ein Video, wichtige Formulare und weitere nützliche Informationen zum Thema finden Unternehmen auf der Website des Bankenverbandes unter „SEPA für Unternehmen“.
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