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News, 02.05.2011
Rückläufiger Großhandelsumsatz
Deutscher Großhandel verliert an Fahrt
Kleiner Dämpfer für den deutschen Großhandel: Nach zwei Anstiegen in Folge ist im März der Großhandelsumsatz erstmals wieder binnen Monatsfrist gesunken.
Im Zuge rasant steigender Preise klaffen im Großhandel die reale und nominale Umsatzentwicklung immer stärker auseinander.
Im Zuge rasant steigender Preise klaffen im Großhandel die reale und nominale Umsatzentwicklung immer stärker auseinander.
Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge sank der Großhandelsumsatz in Deutschland im  März gegenüber Februar kalender- und saisonbereinigt nominal um 1,0 Prozent. Preisbereinigt ging der Umsatz binnen Monatsfrist sogar um 2,7 Prozent zurück. Im Januar und Februar hatte der Großhandel noch auf Monatssicht ein nominales Umsatzplus von 2,4 bzw. 3,0 Prozent erzielt (real: +2,3% bzw. 1,7%). Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat schwächte sich die Umsatzentwicklung deutlich  ab: Nach einem realen Umsatzplus auf Jahressicht von 8,6 Prozent im Januar (nominal: +17,2%) und 6,6 Prozent im Februar (nominal: +17,1%) stand im März nur noch ein Umsatzzuwachs um preisbereinigt 0,6 Prozent zu Buche (nominal: +9,3%).

Am besten lief es im März im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungshandel), der als Indikator für die Industrieproduktion und den Export gilt, wo der Umsatz im März nominal um 20,6 Prozent und real um 6,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lag. Im so genannten Konsumtionsverbindungshandel – Großhandel mit Konsumgütern – betrug das Umsatzplus auf Jahressicht im März dagegen nominal nur 1,4 Prozent. Real ging hier der Umsatz gegenüber März 2010 sogar um 0,4 Prozent zurück.

Die Bilanz im ersten Quartal 2011 fällt dennoch positiv aus. So lag der Großhandelsumsatz von Januar bis März nominal um 14,0 Prozent und real um 4,9 Prozent höher als im ersten Quartal 2010. Am stärksten legte der Produktionsverbindungshandel zu mit einem nominalen Umsatzplus auf Jahressicht von 20,6 Prozent (real: +6,8%). Im Konsumtionsverbindungshandel erhöhte sich der Umsatz im selben Zeitraum nominal um 5,8 Prozent (real: +2,2%).

 „Die Großhandelsumsätze entwickeln sich insgesamt auf erfreulichem Niveau“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Groß- und Außenhandelsverbandes BGA, die aktuellen Zahlen des Statistikamtes. „Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass hinter den nominal hohen Zuwächsen schwächelnde reale Umsätze im Großhandel stehen. Die rasant steigenden Preise entwickeln sich zu einer Belastung für die wirtschaftliche Entwicklung“, so der BGA-Chef.
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