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News, 14.06.2011
Rückläufige Jahresteuerung
Inflation schwächt sich im Mai leicht ab
Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Mai erstmals in diesem Jahr verlangsamt. Allerdings liegt die Inflation weiter deutlich über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) definierten Schwellenwert für Preisstabilität von 2,0 Prozent.
Während die Preise für Energie auf Monatssicht im Schnitt leicht sanken, zogen die Lebensmittelpreise weiter an.
Während die Preise für Energie auf Monatssicht im Schnitt leicht sanken, zogen die Lebensmittelpreise weiter an.
Leicht rückläufige Energiepreise haben im Mai die seit Monaten währende Aufwärtsentwicklung bei den Verbraucherpreisen etwas abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)  auf Basis endgültiger Ergebnisse bekannt gab, hat sich die Jahresteuerung der Verbraucherpreise im Mai gegenüber April von 2,4 Prozent auf 2,3 Prozent verringert. Das ist der erste Rückgang der Jahresveränderungsrate seit August 2010. Gegenüber dem Vormonat blieb der Verbraucherpreiseindex unverändert (-0,0%). Im April waren die Verbraucherpreise noch auf Monatssicht um 0,2 Prozent gestiegen.

Den größten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatten erneut die Preiserhöhungen bei Energieprodukten, die im Mai 9,5 Prozent mehr kosteten als im Vorjahresmonat, sich gegenüber April jedoch im Schnitt um 0,7 Prozent verbilligten. Grund für die insgesamt leicht rückläufige Preisentwicklung bei Energie waren Preisrückgänge bei Mineralölprodukten, die im Durchschnitt 1,9 Prozent weniger kosteten als im April, dennoch aber ebenso wie Haushaltsenergie weiter erheblich teurer waren als im Mai 2010 (Kraftstoffe: +11,4%; leichtes Heizöl: +17,4%; Strom: +7,6%). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Mai nach Auskunft der Statistikbehörde lediglich 1,4% betragen.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke lagen im Mai im Schnitt um 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau (Nahrungsmittel: +2,7%; alkoholfreie Getränke: + 7,1%).  Besonders starke Preisanstiege gab es insbesondere Speisefetten und Speiseölen, für die Verbraucher im Durchschnitt 18,1 Prozent mehr zahlen mussten als im Mai 2010 (darunter Butter: +28,2%; Margarine: +8,4%). Auch Molkereiprodukte waren deutlich teurer als im Vorjahresmonat. Hier lag die Jahresteuerung im Mai im Schnitt bei 5,2 Prozent (darunter Sahne: +12,0%; Quark: +7,8%; H-Milch: +6,0%). Die Preise für Fisch und Fischwaren sowie für Obst lagen im Mai mit einer Jahresveränderungsrate von 4,4 bzw. 3,5 Prozent ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau. Bei Gemüse blieb das Preisniveau dagegen gegenüber Mai 2010 konstant. Der kräftige Preisauftrieb bei alkoholfreien Getränken ergab sich vor allem aus der Verteuerung von Kaffee (+ 21,7%) und Fruchtsäften (z.B. Fruchtsaft aus Zitrusfrüchten: + 13,6%).

Für Waren mussten Verbraucher im Mai durchschnittlich 3,3 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat, wobei sich hier auf Jahressicht vor allem Verbrauchsgüter stark verteuerten (+4,7%). Die Preise für Dienstleistungen lagen dagegen im Mai nur 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hier fiel die Preisentwicklung allerdings sehr unterschiedlich aus (Versicherungsdienstleistungen: +3,3%; Nettokaltmieten: +1,2 %; Nachrichtenübermittlung: -2,7%; Pauschalreisen: -0,4%).
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