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News, 12.07.2012
Rohstoffmarkt
China macht bei Seltenen Erden dicht
Exportweltmeister China mauert bei der Ausfuhr Seltener Erden - Rohstoffen, die für eine Vielzahl moderne Technologien unverzichtbar sind. Da China hier zurzeit ein Monopol hat, macht die Welthandelsorganisation (WTO) dem IW Köln zufolge nun dagegen Front.
Bereits im Januar 2012 hatte die WTO Exportbeschränkungen von China bei Spezialrohstoffen für illegal erklärt.
Bereits im Januar 2012 hatte die WTO Exportbeschränkungen von China bei Spezialrohstoffen für illegal erklärt.
Brennstoffzellen, Elektromotoren, Medizin- und Röntgentechnik (u.a. Kernspintomographie), Lasertechnik, Atomkraftwerke, Windkrafttechnik, Smartphones, LEDs und Plasmafernseher –  Seltene Erden sind in vielen Schlüsseltechnologien ein wesentlicher Baustein, der sich derzeit kaum ersetzen lässt. Für Industrienationen ist der Zugang zu den seltenen Erden, zu denen 17 Stoffen zählen, daher unerlässlich. Rund 97 Prozent der kostbaren Metalle aber kommen aktuell aus China, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln berichtet. Kurzum: die Wirtschaftsgroßmacht China hat hier aktuell ein Monopol. Wirklich problematisch ist jedoch, dass China die Ausfuhr seltener Erden stark beschränkt. Ziel der Exportbeschränkungen ist dem Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut zufolge, weitere Hersteller und Technologieanbieter ins Land zu holen. „Was für das Reich der Mitte vorteilhaft erscheint, geht klar zu Lasten der anderen Industrieländer“, so das Institut.

Die WTO will dem nun nicht mehr zuschauen und hat deshalb dem IW Köln zufolge ein Verfahren gegen China eingeleitet. Zudem soll mit verschiedenen Bergbauprojekten in anderen Ländern das Monopol des Reichs der Mitte bei Seltenen Erden gebrochen werden. Dieses Ziel wird allerdings dem IW Köln nach nicht bei allen wichtigen Seltenen Erden erreichbar sein. Hinzu kommt, dass der stetig steigende Bedarf an seltenen Erden, Chinas Position den Kölner Wirtschaftsforschern nach sogar noch stärke. Wie stark das Reich der Mitte diesen Hebel nutzt, um Technologie-Knowhow ins Land zu holen, zeigt die Entwicklung der Exporte seit dem Jahr 2000: Dem IW Köln zufolge hat China seitdem seine Ausfuhren im Bereich der Seltenen Erden um rund drei Viertel reduziert. „Eine Marktöffnung durch die WTO könnte dazu beitragen, dass die Versorgungssicherheit für die Industrie deutlich gesteigert wird“, so das Institut.
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