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News, 18.01.2011
Preisexplosion
Teuerung im Großhandel steigt auf Rekordhoch
Der Anstieg der Großhandelspreise hat sich im Dezember 2010 erneut beschleunigt und die Jahresteuerung im deutschen Großhandel auf den höchsten Wert im wiedervereinigten Deutschland getrieben.
Am stärksten zogen die Großhandelspreise für Getreide und Futtermittel an. Kräftige Preisanstiege gab weiterhin bei Erzen und Metallen sowie bei Energie.
Am stärksten zogen die Großhandelspreise für Getreide und Futtermittel an. Kräftige Preisanstiege gab weiterhin bei Erzen und Metallen sowie bei Energie.
Der Preisauftrieb im deutschen Großhandel hält weiter an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte, stiegen die Großhandelsverkaufspreise im Dezember 2010 gegenüber dem November erneut um 1,8 Prozent und lagen insgesamt um 9,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im November hatte die Teuerung auf Monatssicht noch 0,7 Prozent und die Jahresveränderungsrate 7,8 Prozent betragen. Für das Gesamtjahr 2010 ergab sich damit eine durchschnittliche Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahr von 5,9 Prozent. Dem Statistikamt zufolge ist das die höchste Jahresteuerungsrate seit 1981: Hier waren die Preise im Jahresschnitt gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent gestiegen.

In die Höhe getrieben wurde die Jahresveränderungsrate vor allem durch die kräftigen Preiserhöhungen im Großhandel mit Erzen und Metallen sowie mit Energie, wo die Preise durchschnittlich um jeweils 14,0 Prozent höher lagen als im Jahr 2009. Auch gegenüber November legten hier die Preise im Dezember weiter zu. So verteuerten sich Erze, Metalle und Metallhalbzeug im Dezember auf Monatssicht erneut um 1,0 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 20,4 Prozent. Im Großhandel mit feste Brennstoffen und Mineralölerzeugnisse stiegen die Preise im Dezember gegenüber November sogar um 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise hier um 15,3 Prozent.

Den stärksten Preisauftrieb verzeichnete indes der Großhandel mit Getreide, Saatgut und Futtermittel, wo die Preise im Dezember erneut um 7,6 Prozent auf Monatssicht nach oben schnellten und um 67,0 Prozent höher lagen als im Vorjahresmonat. Im Jahresdurchschnitt verteuerten sich Getreide, Saaten und Futtermittel 2010 um 20,2 Prozent. Maßgeblich für die überdurchschnittliche Jahresteuerung auf Großhandelsebene waren den Statistikern zufolge insbesondere Naturkatastrophen wie die Waldbrände in Russland, Überschwemmungen in Pakistan, Indien und China sowie Missernten.

Im Nahrungsmittelsektor verteuerten sich im Großhandel vor allem Obst, Gemüse und Kartoffeln, wo die Preise im Jahresschnitt um 8,6 Prozent höher lagen als im Jahr 2009. Im Dezember verteuerten sich Obst, Gemüse und Kartoffeln auf Monatssicht um 3,1 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 19,9 Prozent. Im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten erhöhten sich die Preise im Jahresschnitt um 5,2 Prozent. Im Dezember lag die Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei 2,2 Prozent. Gegenüber November dagegen blieben hier die Preise nahezu konstant (+0,1%).
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