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News, 04.06.2009
Personalmanagement
Mittelstand drückt auf die Kostenbremse
Die Budgets der Personalabteilungen in deutschen Unternehmen sinken. Gleichzeitig rückt das Personalcontrolling einer Studie zufolge immer stärker in Fokus, während die Bereiche Personalentwicklung, Weiterbildung und Recruiting angesichts des Kostendrucks an Stellenwert verlieren.
Wie aus einer aktuellen Umfrage der s+p Software und Consulting AG, Anbieter von Softwarelösungen für das Personalmanagement, hervorgeht, geraten deutsche Unternehmen infolge der Wirtschaftskrise immer stärker unter Zugzwang, ihre Personalkosten zu senken. Danach rutschen die Themenfelder „Umstrukturierung und Personalfreisetzung“, „Personalkostenplanung und -controlling“ sowie Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeit bei immer mehr Betrieben ganz oben auf die Agenda. Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich laut Studie in den Bereichen Personalbeschaffung, Personalentwicklung, Weiterbildung und im Hinblick auf die Mitarbeiterbindung, wo eine wachsende Zahl an Unternehmen auf die Kostenbremse drückt.

Während zu Beginn der Studie (Januar 2009) nur rund jedes vierte Unternehmen (27%) angab, Umstrukturierungsmaßnahmen und Personalfreisetzungen für 2009 zu planen, gehen mittlerweile vier von zehn  befragten Unternehmen (39%) von dementsprechenden Veränderungen aus. Gleichzeitig rückt das Thema „Personalbeschaffung & Recruiting“ weiter in den Hintergrund: Gaben Anfang des Jahres noch 27 Prozent der Studienteilnehmer an, ihr Engagement in diesem Bereich zurückfahren zu wollen, berichtet dies inzwischen mehr als jedes dritte der befragten Unternehmen (35%). Weiterhin unverändert hohen Stellenwert erfährt dagegen das Thema „Personalkostenplanung und -controlling“, wonach fast sechs von zehn befragten Personalentscheidern (57%) der Krise über den verstärkten Einsatz dieser Instrumente trotzen wollen.

Stellenwert von Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung sinkt

Wo der Kostendruck regiert, sinkt der Spielraum für Investitionen – nicht zuletzt auch solcher in das eigene Personal.  So gab fast jedes achte Unternehmen (12%) an, dass die eigene Personalentwicklung und Weiterbildung im 2009 an Stellenwert verlieren werde. Damit sich die Zahl der Unternehmen, die dementsprechendes berichten, seit Januar 2009 verdoppelt (6%). Ebenfalls an Wichtig verloren hat auch das Thema „Mitarbeiterbindung“, dem nurmehr jedes vierte Unternehmen (24%) eine wachsende Bedeutung beimisst. Zu Beginn des Jahres traf dies noch auf mehr als jedes dritte Unternehmen (37%) zu.

Flexibilität und Sicherheit gewinnen an Bedeutung

Einen weiteren Lösungsansatz, um der Wirtschaftskrise zu begegnen, sehen Unternehmen vermehrt auch in der Flexibilisierung der Arbeit. So gaben knapp zwei Drittel der befragten Personalentscheider an, den künftigen Einsatz flexibler Arbeitszeitmodelle und die Einführung von Arbeitszeitkonten zu evaluieren. Auch hier ist die Tendenz stark steigend: Im Januar gab dies nur rund die Hälfte der Befragten (49%) an. In puncto Vergütungssysteme geht der Trend bei deutschen Unternehmen dagegen inzwischen eher in Richtung Planungssicherheit: Während zu Beginn des Jahres noch 40 Prozent der Personalabteilungen verstärkt eine Anpassung der Vergütungssysteme diskutierten, gilt dies aktuell in nurmehr drei von zehn befragten Unternehmen (29%).

„Die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage zeigen, dass die weltweite Wirtschaftskrise immer stärker in den deutschen Mittelstand durchschlägt und sich die Unternehmen der Auswirkungen immer deutlicher bewusst werden. Dabei ziehen Firmen zunehmend auch Einsparungen bei den Personalkosten in Betracht“, berichtet Matthias Schneider, Vorstandsvorsitzender der s+p Software und Consulting AG. „Im Gegensatz zum Jahresbeginn wird deshalb nun neben einer strikten Personalkostenplanung vor allem auch über Umstrukturierungs- und Freisetzungsmaßnahmen diskutiert, und auch an der Weiterbildung und Entwicklung der Mitarbeiter wird vielerorts gespart“, so der Vorstand weiter.

Jedoch sollten Unternehmen dem Bericht zufolge nicht alleinig auf die Kostenbremse treten. Schneider rät in diesem Punkt zur Weitsicht: „Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels sollten Betriebe ihre Personalkosten nicht durch radikale Einsparungen bei den vorhandenen personellen Ressourcen reduzieren. Denn Investitionen in die Potenziale der Mitarbeiter können langfristig einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten und somit auch die Auswirkungen einer Krise beeinflussen“, warnt Schneider. Von daher sollten Personalentscheider laut Schneider vielmehr nach intelligenten und effizienten Mitteln suchen, um den Kostendruck jetzt abzufedern und aus der Krise gestärkt hervorzugehen.

Quelle: s+p Software und Consulting AG

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