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News, 16.10.2009
Outsourcing-Markt
IT-Services-Anbieter unter Druck
Der IT-Services-Markt wird in den nächsten Jahren zwar weiter wachsen. Jedoch gehen die meisten IT-Service-Provider in Deutschland von einem eher moderaten Wachstum aus. Grund hierfür ist vor allem der Preisverfalls bei Outsourcing-Dienstleistungen.

Vordergründig betrachtet müsste eigentlich die Wirtschaftskrise den Outsourcing-Anbietern in die Hände spielen. Schließlich verspricht ein Outsourcing standardisierbarer IT-Aufgaben wie Wartung, Pflege oder Software Management schnelle Einsparungen bei den Betriebskosten und wirkt von daher direkt auf die Bilanz. Hinzu kommt, dass die Wirtschaft augenscheinlich wieder anzieht und es für Unternehmen nun von daher darum gehen müsste, ihre IT entsprechend zukunftsfähig auszurichten, um in der Aufschwungphase mit maximaler Effizienz und Produktivität im Markt agieren zu können. Von einem boomenden IT-Services-Markt kann dennoch derzeit keine Rede sein: Zwar erwarten rund zwei Drittel der IT-Anbieter (68%), dass der Markt für IT-Services in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr weiter zulegt, von einem eigenen Umsatzzuwachs geht jedoch nur jeder zweite aus. Das geht aus der Studie „Führende IT-Beratungs-, IT-Service- und Standard-Software-Unternehmen in Deutschland“ des Marktforschungsunternehmens Lünendonk hervor.

Laut Lünendonk prognostieren die IT-Services-Anbieter für den IT-Services-Markt im Durchschnitt der Befragten für das Jahr 2009 ein Wachstum von 5,8 Prozent. Nicht alle sind dahingehend jedoch gleichermaßen optimistisch: 14 Prozent erwarten im Jahr 2009 eine Stagnation beim Wachstum und fast jeder fünfte Befragte (18%) geht sogar davon aus, dass der Markt in diesem Jahr zurückgeht. Einstimmigkeit hingegen herrscht im Hinblick auf die weitere Marktentwicklung ab 2010: Für die kommenden fünf Jahre erwarten die Befragten, dass der Markt im Schnitt um jährlich 8,7 Prozent zulegt. Mit einem Rückgang rechnet Lünendonk zufolge keiner der befragten IT-Anbieter.

Die Prognosen zur eigenen Umsatzentwicklung im Jahr 2009 fallen bei den befragten Unternehmen allerdings verhaltener aus. So geht nur jedes zweites Unternehmen (50%) davon aus, dass es 2009 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern kann, wobei die Mehrzahl (41%) einen Umsatzzuwachs von bis fünf Prozent und der Rest (9%) von fünf bis zehn Prozent erwartet. Ein weiteres Viertel der IT-Services-Anbieter rechnet etwa mit dem gleichen Umsatz (27%) wie im Vorjahr, und fast ebenso viele erwarten, dass ihr Umsatz sinkt (23%).

Die Gründe für die restriktive Umsatzplanung sieht Lünendonk zum einen im Preisverfall des Outsourcing-Geschäfts, da die Kunden den Kostendruck an ihre IT-Dienstleister weitergeben. Zum anderen machten sich der Produktionsrückgang sowie die Kurzarbeit bemerkbar, da die Unternehmen dadurch weniger IT-Kapazitäten benötigen. Entsprechend sei im Einzelfall für die IT-Anbieter zurzeit schwer einzuschätzen, wie sich das Business ihrer Kunden in der nächsten Zeit entwickelt und in welcher Höhe IT-Investitionen freigegeben werden.

Outsourcing hat sich zum Kerngeschäft entwickelt

Der Studie zufolge gewinnt das Outsourcing-Geschäft für die IT-Dienstleister immer stärker an Bedeutung. So hat sich dessen Anteil am Gesamtumsatz der Unternehmen im Durchschnitt im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent erhöht. Danach entfielen im vergangenen Jahr bei den befragten IT-Services-Anbietern durchschnittlich 27,5 Prozent vom Jahresumsatz auf Outsourcing-Dienstleistungen. Im Jahr 2007 lag dieser Anteil noch bei 23,5 Prozent. „Das zeigt, dass immer mehr Unternehmen durch die Auslagerung von IT-Prozessen wie Maintenance oder Desktop-Services ihre IT verschlanken. In diesem Zusammenhang hat sich auch der Anteil des Projekt-Managements am Umsatz der IT-Service-Provider in 2008 im Vergleich zu 2007 mehr als verdoppelt“, so die IT-Marktforscher in ihrem Bericht.


[Quelle: Lünendonk]
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