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Pressemitteilung

Originalgetreue Fassadensanierung

Renovierung der Grundschule Annaburg im denkmalgeschützten Schlossensemble
(PM) Marktredwitz, 03.02.2015 - 35 Kilometer südöstlich der Lutherstadt Wittenberg liegt zwischen Elbe und Schwarzer Elster das Städtchen Annaburg mit einem erstaunlichen Schlossensemble. Die Anlage gilt als eines der Hauptwerke der sächsischen Schlossbaukunst der Renaissance. Ein Gebäude des Ensembles beherbergt die Grundschule Annaburg. Nach neuer Dacheindeckung, neuen Fenstern und umfangreichen Spenglerarbeiten wurde nun auch die reich verzierte, aber stark beschädigte Putzfassade des villenartigen Massivbaus detail- und originalgetreu wieder hergestellt.

Die Schlossanlage ist über 800 Jahre alt. Sie wurde mehrfach umgebaut und überbaut. Ursprünglich war es ein kleines Jagdschloss. Kurfürst August I. von Sachsen machte daraus eine prachtvolle Schlossanlage. Seine Frau Anna ließ hier die erste sächsische Hofapotheke einrichten. Sie war auch die Namensgeberin für Schloss und Ort. Von 1762 bis 1921 wurden die Gebäude als Militärschule genutzt und bis 1945 als Kaserne. Nach Kriegsende waren hier Verwaltung, Arbeitsamt und Sozialversicherung untergebracht. Für schulische Zwecke und als Schulhort wird ein denkmalgeschütztes Gebäude des Schlossensembles seit 1965 genutzt. In Anlehnung an italienische Baukunst zeigt die reich verzierte und gegliederte Fassade aus Putz geformte Pilaster, Gesimse und Bossierungen, Bekrönungen über den Fenstern und im Leibungsbereich sowie säulenartige Elemente. Auch zieren zahlreiche Terrakotta-Elemente die Fassade – in verschiedenen Größen als Konsolen der Dachtraufe, als Kapitelle der Pilaster im Obergeschoss, als Wappen über der Balkontür, als Säule auf der Südseite, als Balkonbalustrade sowie als seitliche Schmuckpilaster am Vorbau.

Größere Schäden als erwartet

Ziel der Sanierungsarbeiten war es, die kunstvoll und reich verzierte Fassade der Grundschule möglichst detail- und originalgetreu wieder herzustellen und Altputzbestände soweit wie möglich zu erhalten. „Nach restauratorischen Befunduntersuchungen, zahlreichen Probenentnahmen und letzter Bestandsaufnahme nach der kompletten Einrüstung des Gebäudes musste festgestellt werden: Der gesamte Altputz muss entfernt werden und nur die nicht geschädigten Zierelemente, wie Bekrönungen über den Fenstern, teilweise Gesimse und die Gipsreliefs unter den Fenstern können an der Fassade verbleiben“, erklärt Dipl.-Ing. Veronika Leder vom Ingenieurbüro für Bauplanung und Bauüberwachung Schmidt und Partner aus Jessen. Die Schäden am Bauwerk erwiesen sich als gravierender als erwartet. Da die Putzflächen im Sockelbereich bis zu 90 Prozent durch aufsteigende Feuchtigkeit, Salzausblühungen und Schimmelpilzbefall zerstört waren, entschied man sich in diesem stark geschädigten Bereich für das Rajasil Sanierputzsystem SP3 mit dem Aufbau Spritzbewurf und einlagiger Sanierputzschicht in 25 mm Dicke. Auch in den Fallrohrbereichen sorgt das Rajasil Sanierputzsystem SP3 fortan mit seinen salzspeichernden Eigenschaften für eine langandauernde ausblühungsfreie Fassadenfläche. Aufgrund der schweren Schädigung im Sockelbereich ging den Putzarbeiten eine horizontale Bauwerksabdichtung im Injektionsverfahren knapp über der Geländeoberkante voraus. An der übrigen, glatten Fassadenfläche kam ein Rajasil Kalkputzsystem zum Einsatz. Dem netzförmig aufgebrachten Spritzbewurf folgte Kalkputz mittel und als letzte Beschichtung Kalkputz fein, hergestellt als Sonderrezeptur nach Befund. „Natürlich durften die Übergänge zwischen Kalkputz- und Sanierputzsystem nicht sichtbar sein. So wurden die Putzsysteme nass in nass aneinander gearbeitet und die Körnung entsprechend eingestellt“, erklärt Frank Eulenstein, Rajasil-Bauberater bei Heck Wall Systems.

Hochwertige Stuckateurarbeit

„Rajasil Gesimsziehmörtel erwies sich als das geeignete Material zur Wiederherstellung und Ergänzung des aufwändigen Fassadenschmucks“, so Frank Eulenstein weiter. Mit großem handwerklichem Geschick wurden die Gesimse direkt am Gebäude neu gezogen und wieder angearbeitet. Ebenso konnten die Spiegelflächen unter den Fenstern im Erdgeschoss und die Fensterbekrönungen über den Fenstern im ersten Obergeschoss ergänzt und wiederhergestellt werden. Eine besondere Herausforderung war auch die Erneuerung der Bossierungen. „Der einfarbige Anstrich mit Rajasil Silikat Fassadenfarbe geschah nach historischem Befund und stand immer im Kontrast zu den übrigen Bauwerken des Schlossensembles Annaburg“, erläutert Frank Eulenstein. Auch die gereinigten Terrakotta-Elemente sowie das reparierte Traufgesims aus zusammengesetzten, profilierten Holzbrettern, wurden im Farbton der Fassadenfarbe gestrichen. Um die Schönheit und Unversehrtheit des Gebäudes möglichst lange zu erhalten, schützen heute neue Abdeckungen aus Zinkblech die umlaufenden Gesimse, die Bekrönungen über den Fenstern sowie sämtliche Fensterbänke.
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