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News, 10.02.2014
Orderminus zum Jahresende
Schwächerer Auftragseingang in der Industrie
Die deutsche Industrie hat im Dezember bei den Auftragseingängen unerwarteten einen Dämpfer hinnehmen müssen. Unter dem Strich stand allerdings im Schlussquartal ein Plus.
Im Jahresvergleich erhöhten sich die Auftragseingänge in der Industrie trotz leichtem Minus im Dezember im Zeitraum November/Dezember um 6,6 Prozent.
Im Jahresvergleich erhöhten sich die Auftragseingänge in der Industrie trotz leichtem Minus im Dezember im Zeitraum November/Dezember um 6,6 Prozent.

Nach einer Meldung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat sich die Nachfrage nach Industrieerzeugnissen in Deutschland zum Jahresende deutlich abgeschwächt und der Industrie nach einem starken Auftragsmonat November überraschend ein Auftragsminus beschert. Wie das Ministerium auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes vermeldete, verringerte sich der Auftragseingang im Dezember preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eigentlich ihm Mittel mit einem weiteren Zuwachs der Bestellungen um 0,3 Prozent gerechnet. Im November hatte sich der Auftragseingang aufwärts revidiert auf Monatssicht um 2,4 Prozent erhöht (Ursprungsprognose: 2,1 %).

Das Orderminus überraschte umso mehr, als der Anteil der Großaufträge laut Ministerium für einen Dezember überdurchschnittlich hoch war. Die Gesamtentwicklung wertete das Ministerium aber dennoch positiv. „Die im Trend zunehmende Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen setzt sich trotz des leichten Rückgangs im Dezember fort“, konstatierte das BMWi. „Besonders erfreulich ist, dass die kräftig steigenden Auftragseingänge aus dem Eurogebiet eine weiter fortschreitende Erholung signalisieren“, führte das Ministerium weiter aus.

Grund für das geringere Auftragsvolumen war eine deutlich abgeschwächte Nachfragedynamik im Inland, aus dem im Dezember 1,6 Prozent weniger Bestellungen kamen als im November. Die Nachfrage aus dem Ausland erhöhte sich dagegen um 0,4 Prozent. Hiervon profitierte allerdings allein die Investitionsgüterindustrie. Sie verzeichnete auf Monatssicht einen Zuwachs der Bestellungen um 1,0 Prozent. Konsum- und Vorleistungsgüter wurden insgesamt dagegen deutlich weniger bestellt als im November: Hier stand auf Monatssicht ein Minus von 2,0 bzw. 2,2 Prozent.

Deutlich positiver sah die Auftragsbilanz in der Zweimonatsbetrachtung aus. Im Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober verzeichnete die deutsche Industrie ein Auftragsplus von 1,1 Prozent. Auftragstreiber war vor allem das Ausland mit einem Bestellzuwachs um 1,3 Prozent. Beim Auftragseingang aus dem Inland war es trotz des Orderrückgangs im Dezember auf Zweimonatssicht noch immerhin ein Plus von 0,8 Prozent. Dabei verbuchten alle Industriesegmente einen Auftragszuwachs, am stärksten die Investitionsgüterproduzenten mit einem Plus von 1,5 Prozent. Bei den Konsum- und Vorleistungsgüterproduzenten waren es jeweils 0,6 Prozent.

Im Jahresschlussquartal ergab sich insgesamt ein Auftragsplus im Vergleich zum Vorquartal von 1,2 Prozent. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Orders in der Zweimonatsbetrachtung gegenüber November/Dezember 2012 sogar um 6,6 Prozent, wobei die Auslandsnachfrage mit einem Zuwachs um 8,7 Prozent mehr als doppelt so stark anzog wie die Inlandsnachfrage (+ 3,7 %).

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