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News, 14.08.2018
Rückläufige Geschäftserwartungen
Mittelstand sorgt sich um weitere Konjunkturentwicklung
Die Geschäftslage im deutschen Mittelstand ist zwar weiterhin zufriedenstellend, bezogen auf die weitere Entwicklung der weltweiten Konjunktur zeigen sich die kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) aber zunehmend skeptisch.
Der Konjunkturoptimismus in den mittelständischen Chefsetagen hat sich seit Beginn des Jahres erheblich eingetrübt.....
Der Konjunkturoptimismus in den mittelständischen Chefsetagen hat sich seit Beginn des Jahres erheblich eingetrübt.....
Die Stimmung bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) in Deutschland ist gespalten, zeigt das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer. So haben sich zwar einerseits die Bewertungen zur aktuellen Geschäftslage nach fünfmonatigem Rückgang im Juli auf hohem Niveau erstmals wieder um 2,2 auf 28,1 Saldenpunkte verbessert, andererseits drückt die zunehmende Sorge um die weitere Konjunkturentwicklung auf die Geschäftserwartungen der Unternehmen. Sie trübten sich im Juli wieder auf das Jahrestief von Mai um 0,3 auf 2,1 Saldenpunkte ein (Juni: 2,4 Punkte). Zum Vergleich: Im Juli letzten Jahres hatten Deutschlands Mittelständler die Geschäftsaussichten noch mit 10,1 Saldenpunkte bewertet. Die deutliche Verbesserung der Lageurteile macht allerdings die leichte Verschlechterung der Geschäftserwartungen mehr als wett und verhilft dem mittelständischen Geschäftsklimaindikator erstmals in diesem Jahr zu einem Anstieg um 0,9 auf 14,7 Saldenpunkte.

„Die Juli-Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandbarometers zeigen alles in allem, dass der deutsche Aufschwung zumindest kurzfristig nicht in Gefahr ist. Die Firmen sind mit den laufenden Geschäften weiterhin sehr zufrieden“, so Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Für das Fortbestehen des Aufschwungs sei entscheidend, wie sich die globale Risikolage entwickele und inwieweit handelspolitische Spannungen und andere Unwägbarkeiten wie der Brexit auf die Investitionsbereitschaft der Firmen durchschlügen.

Wie aus Auswertung der aktuellen Ergebnisse zum Mittelstandsbarometer zeigen, ist das Geschäftsklima vor allem von den Protektionismusrisiken geprägt: Je enger der Bezug zum Welthandel, desto deutlicher fallen die Klimaeintrübungen seit Herbst vergangenen Jahres aus. Am stärksten ausgeprägt ist die Negativtendenz bei den großen exportorientierten Industrieunternehmen. Auch im Großhandel, der an der Schnittstelle zwischen nationalen und internationalen Märkten agiert, trübt sich die Stimmung in der Tendenz deutlich ein. Geradezu euphorisch gestimmt bleiben hingegen die Bauunternehmen. In beiden Größenklassen erklimmt ihr Geschäftsklima ein neues Allzeithoch.

„Das bisherige Abbröckeln der Geschäftserwartungen auf Niveaus in der Nähe langfristiger Durchschnittswerte spricht für angespanntes Abwarten der Firmen auf einen günstigen Ausgang – und nicht für bereits grassierenden Pessimismus“, so Zeuner. Mit der jüngsten, erst nach Ende der Juli-Umfrage überraschend erzielten Annäherung zwischen der EU und den USA in Handelsfragen sei der Konflikt zumindest kurzfristig entschärft worden. Mit Blick auf die weitere Konjunkturentwicklung sei das Zeuner zufolge zwar grundsätzlich eine gute Nachricht, die Abwärtsrisiken, allen voran durch eine erneute Eskalation des Handelskonfliktes durch die USA, blieben allerdings erheblich.

cs/KfW
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