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News, 12.06.2012
Insolvenzen März
Mehr Unternehmensinsolvenzen, weniger private Pleiten
Im März haben deutsche Amtsgerichte zum zweiten Mal in diesem Jahr mehr Unternehmensinsolvenzen verzeichnet als im Vorjahresmonat. Das gesamt erste Quartal betrachtet blieb allerdings die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahr weiter rückläufig. Die Insolvenzen von Verbrauchern verringerten sich dagegen erneut sowohl im Monats- als auch Quartalsvergleich.

Die konjunkturelle Eintrübung scheint inzwischen auch an der deutschen Insolvenzfront Niederschlag zu finden. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt,  mussten im März in Deutschland nach Meldung deutscher Amtsgerichte 7.483 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das waren 1,7 Prozent mehr als im März 2011. Damit lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal zwei von drei Monaten über dem Vorjahresniveau. Im Januar hatten die Unternehmensinsolvenzen, nachdem sie zuvor 16 Monate in Folge binnen Jahres zurückgegangen waren, erstmals wieder im Vergleich zum Vorjahr zulegt (+0,7%). Im Februar verzeichneten die Amtsgerichte zwischenzeitlich einen Rückgang (-4,5%). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im März dagegen mit 9.018 gemeldeten Fällen, nachdem sie im Februar noch leicht um 0,4 Prozent gestiegen war, 5,8 Prozent unter dem Stand von März 2011. Gleiches galt für die Gesamtzahl der Insolvenzen ( inklusive Nachlässen und Insolvenzen sonstiger privater Schuldner). Sie verringerte sich im März mit insgesamt 14.054 Fällen auf Jahressicht um 4,6 Prozent.

In der Quartalsbetrachtung blieb die Zahl der Unternehmensinsolvenzen allerdings weiter abwärts gerichtet. So lag die Zahl der Firmenpleiten im ersten Quartal mit insgesamt 7.483 Fällen, bedingt durch den deutlichen Rückgang im Februar,  erneut 0,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das war der achte Rückgang in einem Quartal auf Jahressicht in Folge seit dem ersten Vierteljahr 2010. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen belief sich dem Statistikamt zufolge im Zeitraum Januar bis März 2012 auf 25.426 Fälle. Sie verringerte sich auf Jahressicht um 2,8 Prozent und damit das fünfte Quartal in Folge. Die Gesamtzahl der Insolvenzen unterschritt mit insgesamt 39.339 Fällen den Vorjahresstand um 2,2 Prozent.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für das erste Quartal 2012 auf 10,0 Milliarden Euro. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte die Summe der offenen Forderungen nur 7,0 Milliarden Euro betragen. "Der Anstieg der Forderungen – bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen – ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im ersten Quartal 2012 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im ersten Quartal 2011", erklärte das Statistikamt.

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