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News, 11.06.2014
Anstieg der Orders
Ausland treibt Auftragseingang in der Industrie
Ein starkes Anziehen der Auslandsnachfrage hat im April den Auftragseingang in der deutschen Industrie nach oben getrieben. Vor allem in den Euro-Ländern nahmen die Bestellungen erheblich zu.
Aus den Eurozone-Ländern wurden im April 13,9 Prozent mehr Konsumgüter geordert als im März.
Aus den Eurozone-Ländern wurden im April 13,9 Prozent mehr Konsumgüter geordert als im März.
Die deutsche Industrie hat im April den starken Orderrückgang aus dem Vormonat wieder mehr als wettgemacht. Vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge verzeichnete die Industrie im April preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigt einen Zuwachs des Bestellvolumens gegenüber März um 3,1 Prozent. Im Vormonat hatte sich der Auftragseingang mit einem Minus von 2,8 Prozent auf Monatssicht so stark verringert wie seit November 2012 nicht mehr. Auf Jahressicht verzeichnete die Industrie bereinigt im April sogar ein Auftragsplus von  6,3 Prozent.

„Die Auftragseingänge in der Industrie sind gut in das zweite Quartal gestartet. Damit überwiegen die Chancen für einen Zuwachs im gesamten zweiten Quartal“, konstatierte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Begünstigt wurde allerdings das hohe Auftragsplus durch einen ungewöhnlich hohen Umfang an Großaufträgen. Ohne sie erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber März nach Meldung der Statistikbehörde lediglich um 1,5 Prozent und damit nur knapp halb so stark.

Nachfrageschub im Ausland, Stagnation im Inland


Vorläufigen Daten des Statistikamts zufolge war der gute Start ins zweite Quartal in erster Linie einem deutlichen Anziehen der Auslandsnachfrage geschuldet. So erhöhte sich der Auftragseingang aus dem Ausland insgesamt auf Monatssicht um 5,5 Prozent. Auftragsmotor waren insbesondere die Eurozone-Mitgliedsstaaten, aus denen 9,9 Prozent mehr Orders kamen als im März. Im restlichen Ausland verbuchten Deutschlands Industriebetriebe im April auf Monatssicht ein Auftragsplus von 3,3 Prozent. Im Vormonat waren die Bestelleingänge aus dem Ausland noch auf Monatssicht um 4,5 Prozent zurückgegangen, die aus dem Euroraum sogar um 9,9 Prozent. Im Inland blieb dagegen die Bestelldynamik im April, nachdem sie sich zuvor geringfügig verlangsamt hatte (- 0,6 %), auf dem März-Niveau (+/- 0,0 %).  

Grund zur Freude hatten insbesondere die Konsumgüter- und Investitionsgüterproduzenten. Sie erhielten im April 7,1 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent mehr Orders als im März. Eine stärkere Bestelldynamik zeigte sich hier im April vor allem in den Eurozone-Ländern (+ 13,9 % bzw. + 11,7 %) Erheblich stärkere Bestellimpulse kamen hier vor allem aus den Bei den Vorleistungsgüterproduzenten stand dagegen lediglich ein leichtes Auftragsplus zu Buche (+ 0,2 %), das einer leicht erhöhten Inlandsnachfrage (+ 0,2 %) und einem Nachfrageschub im Euroraum (+ 6,5 %) geschuldet war.

Insgesamt betrachtet hält damit der Aufwärtstrend der Industrienachfrage an. So lag der Auftragseingang im April  gut doppelt so stark zu wie im Monatsschnitt des 1. Quartals (+ 1,5 %). Auf Dreimonatssicht (Februar bis April gegenüber November bis Januar) erhöhte sich das Ordervolumen ebenfalls erneut. In der längerfristigen Betrachtung ist es allerdings vor allem das Inland, das zuletzt für einen Orderzuwachs sorgte, während die Bestelleingänge aus dem Ausland auf Dreimonatssicht zuletzt geringer ausfielen.

„Insgesamt wird der Aufschwung in der Industrie insbesondere von der robusten Binnennachfrage getragen. Der Trend der Auslandsnachfrage ist gegenwärtig weniger deutlich“, so das Bundeswirtschaftsministerium. Grund für letzteres sind allerdings dem Ministerium nach vor allem starke monatliche Schwankungen der Großaufträge: Letztere herausgerechnet erhöhte sich der Auftragseingang aus dem Ausland im Dreimonatsvergleich um 0,8 Prozent.
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