VOLLTEXTSUCHE
News, 12.09.2016
Wachsende Bedrohung durch Kryptomalware
Massive Zunahme der Krypto-Ransomware-Attacken auf KMU
Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) werden Opfer sogenannter Kryptomalware: Nach einer Studie hat sich die Zahl der Krypto-Ransomware-Angriffe auf KMU binnen eines Jahres rund versechsfacht.
Jedes dritte von Kryptomalware infizierte Unternehmen zahlt das Lösegeld.
Jedes dritte von Kryptomalware infizierte Unternehmen zahlt das Lösegeld.
Erpressersoftware steht bei Cyberkriminellen hoch im Kurs. Auch KMU geraten immer stärker ins Visier. Besonders beliebt als Hebel, um Lösegelder zu erpressen, ist das Lahmlegen von IT-Systemen mit Verschlüsselungsprogrammen, sogenannter Kryptomalware. Wie der IT-Security-Spezialist Kaspersky Lab ermittelt hat, ist die Zahl der registrierten Krypto-Ransomware-Attacken auf Unternehmen innerhalb von einem Jahr von 27.000 (gemessen zwischen April 2014 und März 2015) auf 158.000 (April 2015 bis März 2016) nach oben geschnellt. Das zeigt die weltweite Studie von Kaspersky Lab „Corporate IT Security Risks 2016“. Dabei erlitten die betroffenen KMU im Durchschnitt einen wirtschaftlichen Schaden von rund 100.000 Dollar. In diesem Kontext ergab die Studie: Obschon die Zahlung geforderter Lösegelder kein Garant dafür ist, dass mittels Krypomalware verschlüsselten Daten und Systeme nach Eingang des Geldes wieder zur Verfügung stehen, hat mehr als jedes dritte betroffene Unternehmen (34 %) das Lösegeld bezahlt.

Der Gesamtschaden, der Unternehmen durch Infizierungen mit Krypto-Ransomware entsteht, setzt sich aus vier Faktoren zusammen: das Lösegeld (so es gezahlt wird), entstehende Kosten oder Umsatzverluste durch Störung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen, Datenverluste (Verlust von Unternehmensdokumenten, Kundendaten etc.) und potenzielle Schädigung der Marke beziehungsweise Unternehmensreputation. Häufigste Ursachen für Kryptomalware-Infektionen waren  schlecht verwaltete IT-Systeme, veraltete oder fehlende Back-ups, unsichere Passwörter und nicht regelmäßig durchgeführte Software-Updates. Die Folge: Bei 30 Prozent der Unternehmen hatte die Kryptomalware-Infektion einen größeren Datenverlust zur Folge.

„Für viele kleine und mittlere Unternehmen stellen der Mangel an Ressourcen und fehlende interne Expertise in der Informationssicherheit ein ernstes Problem dar“, so Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. „Um eine Qualitätsprüfung der IT-Infrastruktur durchzuführen und die Effizienz des Schutzes gegen Cyberbedrohungen zu verbessern, ist es ratsam, einen Drittanbieter mit der nötigen Expertise für Informationssicherheit hinzuzuziehen oder spezielle Lösungen zu verwenden.“

Um dem Verlust wertvoller Unternehmensdaten vorzubeugen und das Risiko einer Kryptomalware-Infektion zu minimieren, empfiehlt Kaspersky Lab den Einsatz passender IT-Sicherheitslösungen, die proaktive, sogenannte heuristische und cloud-basierte Technologien enthalten. Sind eine Infektion mit Krypto-Ransomware bereits erfolgt und Daten durch die Kryptomalware verschlüsselt worden, empfiehlt Kaspersky Lab auf der Seite http://www.NoMoreRansom.org nachzusehen, ob diese mittels kostenfreier Tools oder sogenannter Entschlüsselungskeys wieder hergestellt werden können.

Der Report „The Cost of Cryptomalware – SMB at Gunpoint“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG