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News, 02.10.2013
Markt für E-Books boomt
Immer mehr Deutschen lesen E-Books
Elektronische Bücher erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit: Nach einer Erhebung greift bereits die Hälfte aller Deutschen zu E-Books oder zieht das Lesen digitaler Bücher zumindest künftig in Betracht.
Laut BITKOM werden 2013 in Deutschland allein fast eine Million digitale Lesegeräte für E-Books (E-Reader) verkauft.
Laut BITKOM werden 2013 in Deutschland allein fast eine Million digitale Lesegeräte für E-Books (E-Reader) verkauft.

Gut ein Fünftel der Deutschen (21 Prozent) liest mittlerweile elektronische Bücher, sogenannte E-Books. Das geht aus einer aktuellen Studie des Hightech-Verbandes BITKOM unter 2.548 Bundesbürgern ab 14 Jahren hervor. In der Bücher lesenden Bevölkerung beläuft sich der Anteil der E-Book-Leser sogar bereits auf 29 Prozent. „E-Books sind in der breiten Bevölkerung angekommen und haben sich zu einem Massenmarkt entwickelt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse. Und das Potenzial im E-Book-Markt ist längst nicht ausgeschöpft. So kann sich der Erhebung nach mehr als ein Viertel aller Deutschen (27 %), die aktuell noch klassische Bücher in Druckform E-Books vorziehen, in Zukunft das Lesen digitaler Bücher vorstellen. „Das Potenzial für ein weiter hohes Wachstum des E-Book-Marktes ist groß“, so Berg.

Treiber des Trends zum E-Books ist vor allem die rasant wachsende Basis von mobilen Endgeräten, die sich für das Lesen digitale Bücher bestens eignen. So werden nach einer Prognose des BITKOM im laufenden Jahr insgesamt rund acht Millionen Tablet Computer und etwa 832.000 Lesegeräte für digitale Bücher, sogenannte E-Book-Reader beziehungsweise E-Reader über Deutschlands On- und Offline-Ladentheken gehen. „Tablet Computer werden voraussichtlich das wichtigste Mediengerät – auch für E-Books“, so der Verbands-Vize.

Bezogen auf die Nutzung von E-Books liegen Frauen und Männer mit einem Anteil von 21 Prozent weiblichen und 22 Prozent männlichen E-Book-Lesern aktuell gleichauf. Am beliebtesten sind E-Books bei den 30- bis 49-Jährigen, von denen digitale Bücher mit einer Nutzerquote von 26 Prozent sogar noch etwas häufiger gelesen werden als von den 14- bis 29-Jährigen (25 %). Aber auch bei älteren Bücherlesern zwischen 50 und 64 Jahren wird das E-Book immer populärer: In dieser Altersgruppe liest nach eigener Auskunft immerhin bereits ein Fünftel (19 %) regelmäßig Bücher in elektronischer Form. Vergleichsweise noch gering ist der Anteil der E-Book-Leser bei den über 65-Jährigen. Von ihnen haben aktuell erst 12 Prozent mit digitalen Büchern Erfahrung gesammelt. „Hauptgrund dafür ist die deutlich geringere Internetnutzung in dieser Altersklasse“, so der BITKOM.

Größter Vorteil von E-Books ist aus Sicht der E-Book-Leser die leichte Verfügbarkeit von digitalen Büchern: Mehr als die Hälfte präferieren digitale Bücher, weil sie immer „griffbereit“ sind (54 %) und diese sehr schnell und einfach über das Internet bezogen beziehungsweise erworben werden können (53 %). Als weiteren Vorteil nennen 42 Prozent der E-Book-Leser das geringe Gewicht und ebenso viele die besonderen Funktionen von E-Books (41 %). Mit Abstand beliebteste Funktion, die zwei von drei befragten E-Book-Lesern nutzen, ist das digitale Lesezeichen. Eine weitere vergleichsweise häufig, von einem Drittel genutzte Funktion ist die Stichwortsuche. Jeder vierte E-Book-Leser nutzt zudem Notizfunktionen, jeder Achte nutzt Übersetzungsfunktionen, und ein weiteres Achtel markiert in digitalen Büchern Textstellen. „E-Book-Leser haben ihr gesamtes Bücherregal immer in der Tasche, entweder im Gerät oder in der Cloud“, so Berg.

Amazon & Co. weiterhin Bezugsquelle Nr. 1 für E-Books

Am häufigsten Erfolg der Kauf von E-Books über Online-Buch-Shops wie Amazon, Bücher.de, Buch24.de, Thalia.de oder auf digitale Bücher spezialisierte Buch-Shops wie Ebook.de und ciando.com. Über direkt auf den Lesegeräten vorinstallierte Shop-Anwendungen, etwa dem Kindle Store, den Shops von Hugendubel, Weltbild oder Bertelsmann, bezieht dagegen aktuell erst knapp ein Fünftel aller E-Book-Nutzer Lesestoff in digitaler Form (18 %).

Neben dem Kauf von E-Books haben sich inzwischen allerdings noch weitere Formen des Konsums von E-Books etabliert. So leiht sich aktuell bereits rund jeder Sechste digitale Bücher in öffentlichen Bibliotheken (17 %) aus, fast ebenso viele nutzen entsprechende Leih-Offerten kommerzieller Buch-Anbieter (15 %). Eine weitere beliebte Quelle für digitalen Lesestoff ist das „Projekt Gutenberg“, das 15 Prozent für den Bezug von kostenlosen E-Books nutzen. Insgesamt liest der Erhebung nach rund jeder zweite E-Book-Leser in Deutschland nicht käuflich, sondern über andere Wege erworbene digitale Bücher (49 %).

Meist genutztes Lesegerät für digitale Bücher ist noch immer der Computer: Laut Befragung lesen 77 Prozent der E-Book-Leser digitale Bücher auf dem stationären Rechner oder ihrem Notebook respektive Netbook. Drei Viertel aller E-Book-Leser nutzen ihre E-Books allerdings darüber hinaus auf mindestens einem weiteren Gerät. Am beliebtesten zum Lesen digitaler Bücher ist neben dem Computer das Smartphone (58%). Dahinter folgen Tablet Computer (21 %) und E-Reader (18 %).

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