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News, 22.02.2011
Management-Studie
Manager werden Vorbildfunktion oft nicht gerecht
Die Mitarbeiterführung vieler Manager lässt stark zu wünschen, zeigt eine aktuelle Studie. Entsprechend steht es um die Mitarbeiterbindung in den Unternehmen vielfach nicht zum Besten.
Statt einer auf Unterstützung und Dialog ausgerichteten Führungskultur herrscht häufig das Diktat.
Statt einer auf Unterstützung und Dialog ausgerichteten Führungskultur herrscht häufig das Diktat.
Die Führungskraft als Coach, der die Entwicklung seiner Mitarbeiter fördert und diese bei Problemen aktiv unterstützt – bei vielen Vorgesetzen werden Arbeitnehmer hier enttäuscht. Auch was Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit eigenen Fehlern angeht, kann von vorbildhafter Mitarbeiterführung vielfach keine Rede sein. Das belegen die neuesten Ergebnisse der Dauerstudie „Krauthammer Observatory“, die jährlich auf Basis von Mitarbeiterbefragungen das Managementverhalten in europäischen Unternehmen evaluiert. Gleichzeitig offenbart die Studie die Folgen, die solche Führungsdefizite nach sich ziehen: Rund sechs von zehn befragten Arbeitnehmern sind für einen Stellenwechsel zumindest offen.

Wie wichtig Arbeitnehmern eine proaktive Unterstützung durch Vorgesetze ebenso wie eine verantwortungsbewusste Fehlerkultur ist, zeigt der Umstand, dass dieser Wunsch im Ranking der Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Mitarbeiter sich von Führungskräften wünschen, ganz oben stehen. Die Realität sieht aber leider häufig anders aus: Während sich 95 Prozent der Arbeitnehmer wünschen, dass ihre Vorgesetzten „aufgabenbezogene Probleme gemeinsam mit ihnen analysieren und ihnen helfen, sie mit anderen Augen zu sehen“, trifft dies aus Sicht der Arbeitnehmer lediglich bei 45 Prozent der Führungskräfte zu. Stattdessen legen viele Manager einfach ihre einfach ihre eigene Lösung respektive Analyse vor und erwarten, dass der Mitarbeiter diese übernimmt bzw. dieser ohne Widerrede zustimmt (34%). „Manchmal werden Lösungen sogar diktiert oder gefordert“, so die Studienautoren.

Im Umgang mit Fehlern zeigt sich zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Studie zufolge eine ähnliche große Kluft. So wünschen sich 92 Prozent der Arbeitnehmer, dass ihre Vorgesetzten „ihre Fehler spontan zugeben“, laut Befragung ist dies aber lediglich bei knapp der Hälfte aller Führungskräfte (48%) aktuell der Fall. In vielen Fällen wird die Wichtigkeit des Fehlers vielmehr von der Hand gewiesen (28%). „Die übrigen geben den Fehler zwar zu, ohne jedoch die Verantwortung dafür zu übernehmen, oder wälzen die Schuld gar auf andere ab“, so Krauthammer zum Feedback vieler Mitarbeiter. Auch in puncto werteorientierte Führungsarbeit, wie bspw. das Sicherstellen einer kollegialen, fairen Teamkultur, ist es vielerorten nicht weit her, demnach sich gut ein Drittel aller Manager (38%) aus Sicht der Mitarbeiter normalerweise benachteiligend oder aber inaktiv verhält. Die Folge: Gerade einmal vier von zehn befragten Arbeitnehmern (39%) sind fest entschlossen, in den kommenden zwölf Monaten dem eigenen Arbeitnehmer treu zu bleiben.

„Wenn die Mitarbeiter zufrieden sind, sind die Kunden zufrieden. Wenn die Kunden zufrieden sind, sind auch die Aktionäre und andere Stakeholder zufrieden. Die Wettbewerbsfähigkeit einer Organisation lässt sich an dieser Logik messen“, so Ronald Meijers, Vorstandsmitglied bei der Krauthammer AG. Entsprechend sollten die Ergebnisse der Studie bei Managern Meijers zufolge „die Alarmglocken klingeln lassen“.
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