VOLLTEXTSUCHE
News, 07.02.2011
Lohnstatistik 2010
Reallöhne in Deutschland legen wieder zu
Im vergangenen Jahr sind die Reallöhne in Deutschland, nachdem sie im Vorjahr noch gesunken waren, im Durchschnitt wieder gestiegen. Allerdings gab es auch einige Branchen, in denen das Lohnniveau im Vergleich zum Vorjahr inflationsbereinigt sank.
Am stärksten stiegen die Bruttolöhne und –gehälter in der verarbeitenden Industrie.
Am stärksten stiegen die Bruttolöhne und –gehälter in der verarbeitenden Industrie.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden bekannt gab, lagen die Reallöhne, also die um den Anstieg der Verbraucherpreise bereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, 2010 in Deutschland im Durchschnitt um 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nominal (nicht preisbereinigt) stiegen die Bruttolöhne und –gehälter in Deutschland im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent. Demgegenüber stand ein Anstieg der Verbraucherpreise im Jahr 2010 um 1,1 Prozent. Im Jahr 2009 waren die Reallöhne noch um 0,4 Prozent gesunken, im Jahr davor hingegen leicht gestiegen (2008: +0,4%).

Dem Statistikamt zufolge waren die Veränderungsraten der Nominallöhne in den Jahren 2009 und 2010 vor allem auf den Auf- und Abbau der Kurzarbeit zurückzuführen. Denn mit Beginn der Wirtschaftskrise nahm die Zahl der Kurzarbeiter stetig zu. Damit sank die Anzahl der bezahlten Arbeitsstunden, was wiederum zum einem Rückgang der Bruttoverdienste deutscher Arbeitnehmer führte. Das Kurzarbeitergeld, das die Einkommensverluste teilweise ausgleicht, wird als staatliche Transferzahlung bei der Darstellung der Bruttoverdienste nicht erfasst wird. Die Folge: Zum Höhepunkt der Kurzarbeit im 2. Quartal 2009 lagen die Verdienste sogar um 1,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In letzten drei Quartalen 2010 dagegen stiegen die Bruttoverdienste wieder auf Jahressicht um 2,5 bis 3,4 Prozent.

Finanzwirtschaft weist höchstes Durchschnitteinkommen auf

Wie die Lohnstatistik aufzeigt, fiel die Lohnentwicklung je nach Wirtschaftszweig sehr unterschiedlich aus. In manchen Wirtschaftszweigen gingen die Verdienste inflationsbereinigt im vergangenen Jahr sogar zurück. Die geringsten nominalen Verdienstzuwächse erzielten die Bereiche Erziehung und Unterricht, Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (+0,8%) sowie Energieversorgung (1,0%). In diesen Branchen hatten die Beschäftigten im Jahr 2010 im Durchschnitt preisbereinigt sogar weniger im Portemonnaie. In allen anderen Wirtschaftszweigen stiegen die Verdienste stärker als die Preise. Am stärksten erhöhten sich die Bruttolöhne im Verarbeitenden Gewerbe (nominal: +4,4%). Hier lag der Anteil der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer in der Krise allerdings auch ganz besonders hoch. Bei den Beschäftigten von Banken und Versicherungen stiegen die Gehälter nominal um 4,2 Prozent.

Vorläufigen Berechnungen des Statistikamts zufolge lag das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen eines in Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland im 2010 bei 42.535 Euro. Die höchsten Bruttojahresverdienste erzielten Beschäftigte in Banken und Versicherungen, die im Durchschnitt jährlich 60.963 Euro brutto verdienten, gefolgt von Arbeitnehmern im Bereich der Energieversorgung (59.516 Euro brutto). Schlusslicht beim Verdienst war im vergangenen Jahr das Gastgewerbe: Hier kam ein Vollzeitbeschäftigter im Durchschnitt gerade mal auf ein Jahreseinkommen von 24.012 Euro brutto.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG