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News, 13.03.2014
Konsum-Rekord
Konsumausgaben der Deutschen so hoch wie nie
Die privaten Konsumausgaben sind in Deutschland 2013 auf ein Allzeithoch gestiegen. Am meisten gaben die Deutschen für Mieten und Wohnnebenkosten aus.
Die Deutschen konsumierten im vergangenen Jahr so viel wie nie zuvor.
Die Deutschen konsumierten im vergangenen Jahr so viel wie nie zuvor.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes flossen in Deutschland im Jahr 2013 insgesamt 1,57 Billionen Euro in den privaten Konsum. Damit überstiegen die Konsumausgaben der Privathaushalte das Vorjahresniveau  nominal um 2,5 Prozent und erreichten ein Rekordniveau.  Real beziehungsweise inflationsbereinigt erhöhten sich Ausgaben der Privathaushalte in Deutschland um 0,9 Prozent. Das teilte das Statistikamt auf Basis der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2014 mit.

Rund ein Viertel der Konsumausgaben der Privathaushalte entfielen auf Wohnkosten und Wohnnebenkosten. Sie machten 24,4 Prozent der privaten Gesamtausgaben aus. Weitere 13,4 Prozent des privaten Konsums entfielen auf den Bereich Verkehr, also beispielsweise Aufwendungen für private Kraftfahrzeuge oder auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Immerhin gut jeder zehnte Euro, der im Jahr 2013 von den Deutschen ausgegeben wurde, floss in Nahrungsmittel und alkoholische Getränke (12,0 %).

Konsumausgaben EU-weit 2012 gesunken

Mit den aktuellen Zahlen für Deutschland legte das Statistikamt auch die für Vergleichszwecke ermittelten Ergebnisse für die Europäische Union (EU) im Jahr 2012 vor. Diese untermauern einmal mehr die Führungsrolle Deutschlands als Wirtschaftsmotor in Europa: Während der private Konsum im Jahr 2012 im Durchschnitt aller EU-Mitgliedsstaaten preisbereinigt um 0,7 Prozent zurückging, legten die Konsumausgaben in Deutschland real um 0,8 Prozent zu. Wachstumsspitzenreiter waren allerdings 2012 die Letten und die Esten: Sie konsumierten sogar 5,8 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent mehr als im Jahr 2011.  In Griechenland brach der Konsum dagegen weiter ein: Hier gingen die Konsumausgaben der Privathaushalte um 9,1 Prozent zurück.

Wie die Statistikbehörde weiter mitteilte, machten die privaten Konsumausgaben in Deutschland 57,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Damit hatte der private Konsum in Deutschland für die volkswirtschaftliche Gesamtentwicklung eine etwas schwächere Bedeutung als im Durchschnitt aller EU-Länder (58,4 %). Den geringsten Beitrag zum BIP lieferte der private Konsum  in Luxemburg (32,1 %). Die größte volkswirtschaftliche Bedeutung hatte der private Konsum in Griechenland: Hier machten die Konsumausgaben der Privathaushalte fast drei Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung aus (73,3 %).

Dänen geben für Wohnen am meisten aus

Was der Anteil der Wohnkosten (inklusive Wohnnebenkosten) an den privaten Gesamtausgaben angeht, lag Deutschland 2012 genau im europäischen Durchschnitt. Laut Statistik machten sie 2012 in Deutschland und EU-weit 24,2 Prozent der gesamten privaten Konsumausgaben aus. Relativ betrachtet am meisten wandten Verbraucher in Dänemark für Wohnen & Co. auf. Hier belief sich der Anteil der Wohnausgaben am privaten Konsum 2012 auf  29,3 Prozent. Dahinter folgten Finnland (27,1 %) und Schweden (27,0 %). EU-weit am günstigsten wohnten die Malteser und die Portugiesen: Hier waren es nur 11,9 Prozent beziehungsweise 16,5 Prozent, die vom Gesamtbudget ins Wohnen flossen.

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