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News, 10.05.2016
Lahmende Euro-Konjunktur
Konjunktur im Euroraum schwächt sich weiter ab
Die Euro-Konjunktur verliert immer mehr an Fahrt. Im zweiten Quartal hat sich der ifo-Indikator zum Wirtschaftsklima in den Eurozone-Staaten auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr verschlechtert.
Licht und Schatten: die Euro-Konjunktur kommt nicht in Schwung (Grafik: ifo Institut).
Licht und Schatten: die Euro-Konjunktur kommt nicht in Schwung (Grafik: ifo Institut).
Das Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich im zweiten Vierteljahr das vierte Quartal in Folge eingetrübt. Wie aus der aktuellen Erhebung des ifo Instituts im Rahmen des sogenannten Ifo World Economic Survey (WES) hervorgeht, gaben die Bewertungen zur aktuelle Wirtschaftslage und die Konjunkturaussichten in den Eurostaaten im zweiten Quartal um weitere 6,2 Zähler auf nunmehr 112,7 Punkten nach. Das ist der schlechteste Wert seit 1. Quartal 2015 (ebenfalls 112,7 Punkte). Trotz des vierten Rückgangs in Folge liege der sogenannte Wirtschaftsklimaindikator allerdings immer noch über seinem langfristigen Durchschnittswert, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut in München mit.

Verantwortlich für die weitere Stimmungseintrübung sind eine weitere Verschlechterung der aktuellen Wirtschaftslage und abermals zurückgeschraubte Konjunkturprognosen. So gab der Teilindikator zur aktuellen Lage um weitere 5,5 auf 112,7 Punkte nach. Das ist der tiefste Wert seit einem Jahr. Bezogen auf die Konjunkturaussichten zeigten sich die WES-Experten in den Eurostaaten mit einem Indikatorwert von 93,4 Punkten sogar so pessimistisch wie seit dem vierten Quartal 2012 nicht mehr (Q4/2012: 72,1 Punkte). Insgesamt betrachtet dürfte allerdings im Euroraum am Ende des Jahres dennoch ein moderates Wachstum stehen. „Das Wirtschaftswachstum wird der Umfrage zufolge in diesem Jahr 1,6 Prozent betragen. Eine durchgreifende konjunkturelle Erholung im Euroraum lässt weiter auf sich warten“, so das ifo Institut.

Deutschland und Irland treiben Euro-Konjunktur

Am positivsten beurteilt wird die Lage weiterhin in Deutschland und Irland, wenn auch mit geringen Abstrichen gegenüber der vorangegangenen Umfrage. Am ungünstigsten fielen die Urteile in Griechenland und Finnland aus, trotz einer leichten Verbesserung im Vergleich zum Vorquartal. Im Mittelfeld rangieren Belgien, die Niederlande, Lettland und Litauen mit jeweils leichten Einbußen, sowie Estland, Slowenien und die Slowakei mit einer nahezu unverändert zufriedenstellenden Situation. Von den Ländern im unteren Drittel verschlechterte sich die Lage erneut in Italien, Portugal, Spanien und Österreich. Auch für Frankreich überwiegen trotz einer leichten Besserung weiterhin die negativen Bewertungen.

Die wirtschaftlichen Aussichten für das kommende halbe Jahr sind in den meisten Ländern etwas weniger positiv als noch vor drei Monaten. Lediglich für Griechenland, Portugal, Spanien und in diesem Quartal auch für Lettland sind die Experten weiter pessimistisch gestimmt. Die Dynamik des konjunkturellen Aufschwungs wird damit verhalten bleiben.

Für 2016 rechnen die Experten mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 0,8 Prozent im Euroraum. Mittelfristig (2021) liegen die Inflationserwartungen mit 1,8 Prozent leicht niedriger als im Vorquartal (1,9 Prozent).

cs/ifo

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