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News, 08.08.2017
Euro-Konjunktur im Höhenflug
Wirtschaftsklima im Euroraum auf Zehnjahreshoch
Die Konjunktur im Euroraum zieht weiter an. Zu Beginn des dritten Quartals notiert der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima in den Euroländern so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Am stärksten verbesserten sich die Konjunkturaussichten in Frankreich. Stärkste Konjunktur-Lok in Europa bleibt jedoch Deutschland.
Am stärksten verbesserten sich die Konjunkturaussichten in Frankreich. Stärkste Konjunktur-Lok in Europa bleibt jedoch Deutschland.
Das Wirtschaftsklima in der Eurozone wird immer besser.  Mit einem weiteren Sprung um 8,8 auf 35,2 Saldenpunkte bewerten die Ökonomen in den Euroländern die aktuelle Wirtschaftslage und die Konjunkturaussichten zu Beginn des dritten Quartals so gut wie seit dem dritten Quartal 2007 nicht mehr. Das geht aus der neuesten Quartalserhebung zum World Economic Survey (WES) des Münchener ifo Instituts hervor. Einen besseren Wert gab es im Euroraum letztmals im Herbst 2000 (45,2 Saldenpunkte). Vor einem Jahr, im dritten Quartal 2016, hatte das ifo-Konjunkturbarometer für den Euroraum lediglich 4,5 Saldenpunkte ausgewiesen.

Grund für den vierten Anstieg in Folge ist vor allem ein weiteres Anziehen der Bewertungen zur aktuellen Wirtschaftslage, die sich gegenüber dem Vorquartal um 11,6 auf 33,5 Saldenpunkte verbessert hat. So gute Lageurteile ermittelte die ifo WES-Erhebung seit dem dritten Quartal 2007 (ebenfalls 33,5 Saldenpunkte) nicht mehr. Hinzu kommt, dass die Konjunkturerwartungen der Ökonomen immer besser werden. So legten die Prognosen der WES-Experten zur Konjunkturentwicklung in den jeweiligen Euroländern das vierte Quartal in Folge um 6,1 auf 37,1 Saldenpunkte zu. „Das starke Wachstum dürfte sich damit im zweiten Halbjahr 2017 fortsetzen“, konstatierte ifo-Präsident Clemens Fuest.

Treiber der Konjunktur im Euroraum ist vor allem ein Anziehen des Wirtschaftsklimas in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. In den vier größten Volkswirtschaften der Eurozone verbesserten sich sowohl die Wirtschaftslage als auch Konjunkturerwartungen. Am stärksten zogen die Bewertungen zur weiteren Konjunkturentwicklung in Frankreich an. Bezogen auf die Wirtschaftslage zeigt sich allerdings ein uneinheitliches Bild. Während in Deutschland die aktuelle Wirtschaftslage zu Beginn des dritten Quartals fast durchweg von den Ökonomen als gut bewertet wird und in Spanien die Positivurteile leicht überwiegen, wird die Lage in  Frankreich  und  Italien trotz verbessertem Wirtschaftsklima noch immer nicht als zufriedenstellend eingestuft.

Die Prognosen zur Entwicklung der Verbraucherpreise fallen etwas gedämpfter aus als im Vorquartal. Nach einer Inflationserwartung von 1,6 Prozent erwarten die befragten Ökonomen aktuell im Durchschnitt der Befragten für 2017 nur mehr eine Teuerungsrate von 1,5 Prozent mit einem Anstieg der kurzfristigen und insbesondere der langfristigen Zinsen im nächsten halben Jahr. „Nach der Aufwertung des Euros gegenüber dem Dollar im letzten Quartal erwarten die Experten einen etwa gleich bleibenden Wechselkurs in den nächsten sechs  Monaten“, so Fuest. Günstig auf das Wirtschaftsklima wirkt eine deutlich höhere Bereitschaft der Banken, an Unternehmen Kredite zu vergeben. „Sie  wird  nun  als  weniger restriktiv beurteilt“, so Fuest.

cs/ifo
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