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News, 19.12.2013
Traurige Armutsstatistik
Jeder fünfte Deutsche arm oder sozial ausgegrenzt
In Deutschland waren 2012 rund 16 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. In der Europäischen Union (EU) traf das sogar auf rund ein Viertel aller Bürger zu.
Häufigster Grund für (relative) Armut ist Arbeitslosigkeit.
Häufigster Grund für (relative) Armut ist Arbeitslosigkeit.

Trotz boomender Erwerbstätigkeit waren in 2012 in Deutschland 19,6 Prozent der Menschen arm oder von soziale Ausgrenzung betroffen. Das entspricht rund 16 Millionen Bundesbürgern und waren nur geringfügig weniger als im  Jahr zuvor. 2011 war der Anteil der von Armut oder von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffenen Deutschen sogar bei 19,6 Prozent gelegen. Das geht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus der Erhebung LEBEN IN EUROPA (EU-SILC) 2012 hervor. Die gesamte Europäische Union (EU) betrachtet liegt die Armutsquote der Erhebung nach noch deutlich höher in Deutschland: Im Durchschnitt aller EU-Mitgliedsländer waren sogar 24,8 Prozent der Menschen in Europa von arm oder von sozialer Ausgrenzung betroffen.

Gemäß EU-Definition setzt die Quote der von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffenen Bevölkerung aus den Prozentanteilen dreier Personengruppen zusammen. Das ist zum ersten der Anteil der von Armut gefährdeten Personen. Das waren im vergangenen in Deutschland 16,1 Prozent der Bundesbürger. Des Weiteren miteingerechnet werden jene, die unter „erheblicher materieller Entbehrung“ leiden. Das galt 2012 für 4,9 Prozent der Deutschen. Die dritte Gruppe, die in die Statistik eingeht, umfasst all jene Personen, die in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung wohnen. Das war im letzten Jahr bei 9,8 Prozent der deutschen Bevölkerung der Fall. „Als arm oder sozial ausgegrenzt gilt eine Person dann, wenn eines oder mehrere der drei genannten Kriterien auf sie zutreffen“, so das Statistikamt. EU-weit waren 17,0 Prozent der Menschen in Europa armutsgefährdet, 9,9 Prozent von erheblicher materieller Entbehrung betroffen („materiell depriviert“) und 10,4 Prozent in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung wohnhaft.

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