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News, 21.03.2012
Irreführende Werbung
Apple von Verbraucherschützern abgemahnt
Verbraucherorganisationen aus Europa haben Apple abgemahnt. Ihr Vorwurf: Apple werbe für kostenpflichtige Garantieleistungen, ohne auf die ohnehin bestehenden Gewährleistungsrechte hinzuweisen.
Screenshot-Ausschnitt der Apple-Infoseite zu den kostenpflichtigen Garantiepaketen "AppleCare Protection Plan".
Screenshot-Ausschnitt der Apple-Infoseite zu den kostenpflichtigen Garantiepaketen "AppleCare Protection Plan".

Es ist ein lukratives Zusatzgeschäft für Apple: Zwei Jahre Gewährleistung für Reparaturen eines iPads zum Preis von 69 Euro, eine MacBook-Dreijahresgarantie für 379 Euro - insbesondere wenn man bedenkt, dass bestimmte Garantieleistungen in Europa ohnehin gesetzlich vorgeschrieben sind. Welche Gewährleistungsansprüche Käufer kraft der in Europa gültigen Gesetze auch ohne Apples entgeltliche Garantiepakete  haben, darüber schweigt sich der Computerhersteller allerdings in seiner Werbung für die Garantien aus. Deshalb hat der Bundesverband Verbraucherzentrale (vzbv)  gemeinsam mit zehn weiteren Verbraucherorganisationen aus Europa jetzt Apple wegen irreführender Werbung abgemahnt.

Wie der vzbv kritisiert, preist Apple die zwei- und dreijährigen kostenpflichtigen Garantiepakete für Apple-Produkte, den sogenannten „AppleCare Protection Plan“, auf der eigenen Website unter anderem wie folgt an: „Alle Hardwareprodukte werden mit einer einjährigen Hardwaregarantie ab Kaufdatum geliefert. Durch den Kauf des AppleCare Protection Plan lässt sich der Anspruch auf Service und Support verlängern.“ Einen klaren Hinweis auf die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche eines Käufers gegenüber dem Händler, die in der EU unabhängig von einer Herstellergarantie mindestens zwei Jahre ab Übergabe der Kaufsache gelten, bleibe Apple dem Verband nach aber schuldig.

„Geben Hersteller eine eigene Garantie ab, müssen sie einfach und verständlich auf die gesetzlichen Ansprüche hinweisen. Diesen Anforderungen genügt die Aufmachung der Apple-Garantie nach Ansicht des vzbv nicht“, so die Verbraucherorganisation. Dem Verband zufolge könne damit bei Verbrauchern der Eindruck entstehen, dass sie nach Ablauf eines Jahres keinen Anspruch mehr auf Gewährleistung hätten. Damit halte Apple Verbraucher davon ab, ihre gesetzlichen Gewährleistungsansprüche geltend zu machen. Dies verstoße gegen die Vorschriften des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Der Computerhersteller hat jetzt bis zum 30. März Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

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