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News, 19.06.2009
Internetfernsehen
IPTV entwickelt sich zum Kassenschlager
Bezahltes Fernsehen übers Internet (IPTV) hat Konjunktur und entwickelt sich in Deutschland immer mehr zum Massenmarkt: Laut BITKOM wird sich die Anzahl der mit IPTV bzw. Internetfernsehen ausgestatteten deutschen Haushalte laut einer Prognose im Jahr 2009 verdoppeln.
IPTV-Anbietern winken goldene Zeiten: Bis Ende dieses Jahres, so schätzt der BITKOM, werden 1,2 Millionen Deutsche einen IPTV-Anschluss besitzen - fast doppelt so viele wie Vorjahr. Für das Jahr 2009 erwartet der Verband, dass sich die Zahl der deutschen IPTV-Haushalte um weitere 50 Prozent erhöht, wonach bis Ende nächsten Jahres geschätzte 1,8 Millionen deutsche Kunden entsprechende Angebote zum Internetfernsehen nutzen werden. Das teilte der BITKOM gestern anlässlich des 2. BITKOM IPTV-Summits in Berlin mit. „Fernsehen über das Internet ist das Fernsehen der Zukunft“, konstatierte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg, dem zufolge die Online-Generation individuelle Fernsehangebote und Interaktion erwarte, wie sie nur Internet-Fernsehen biete.

Mit welcher Dynamik der deutsche IPTV-Markt wächst, zeigt ein Rückblick auf dessen noch sehr junge Geschichte. Nachdem die ersten IPTV-Anbieter gerade einmal vor drei Jahren mit den ersten Angeboten auf den Markt gekommen waren, wuchs die Kundenanzahl stetig – von 180.000 IPTV-Haushalten im Jahr 2007 auf 536.000 Kunden Ende letzten Jahres. Das rasante Wachstum der Fan-Gemeinde von IPTV indes kommt nicht ungefähr:„IPTV bietet neben dem klassischen TV-Programm zusätzliche Features wie zeitversetztes Fernsehen, Video-on-demand und umfassende Zusatzinformationen zum Programm. Dazu kommen weitere Funktionen und Anwendungen, die zum Teil bereits von heutigen Online-Angeboten bekannt sind, zum Beispiel das Lesen von E-Mails auf dem Fernseher“, erklärt der BITKOM.

Ein weitere Vorteil: Das Internetfernsehen ist nicht an das TV-Gerät gebunden. So können beispielsweise via IPTV zentral gespeicherte Dateien wie Bilder, Videos oder Musik auf internetfähigen Mobiltelefonen angezeigt und abgespielt sowie für andere Personen über so genanntes Filesharing freigegeben werden. Zudem ermöglicht die Vernetzung via Set-Top-Box den Zugriff und die Steuerung von anderen Geräten, wie beispielsweise dem Computer im Büro: Schafft man es nicht rechtzeitig nach Hause und will eine Sendung nicht verpassen, kann man vom Büro aus schon einmal die Aufzeichnung derselben starten.

IPTV und WebTV: Fernsehen übers Internet ist nicht gleich Internetfernsehen

Wenn von Internetfernsehen die Rede ist, gilt es zwischen zwei Formen zu unterscheiden: dem IPTV und WEBTV. Beiden gemein: Die Fernsehprogramme und Videoinhalte werden nicht über die klassischen Verbreitungswege Kabel, Satellit oder Antenne, sondern über das Internet Protokoll (IP) übertragen. Im Hinblick auf die Übertragungsqualität, die Kosten und den Nutzerkreis gibt es jedoch zentrale Unterschiede:

■ IPTV: Bei IPTV werden digitale TV-Inhalte einem geschlossenen Abonnentenkreis zugänglich gemacht. Anbieter sind die Deutsche Telekom, HanseNet/Alice und Arcor. Sie garantieren den Kunden eine bestimmte Dienstleistungsgüte. Sie gewährleisten zum Beispiel genügend Bandbreite, um die Inhalte ruckelfrei zu übertragen. Zusätzlich zum freiempfangbaren TV-Programm bietet IPTV den Zugang zu Online-Videotheken sowie eine Vielzahl von neuartigen Anwendungen wie zeitversetztes Fernsehen, eine Videorekorder-Funktion und ein umfangreiches Informationsangebot zum laufenden Programm. Bevorzugtes Wiedergabemedium ist der Fernseher, IPTV kann aber auch über PC genutzt werden.

■ WebTV: Als WebTV werden die frei im Internet zugänglichen Videoangebote bezeichnet. Das sind zum Beispiel die Mediatheken und Portale der TV-Sender sowie Video-Plattformen. Die Übertragungsqualität ist in der Regel niedriger als bei IPTV. Bilder können einfrieren oder ruckeln. Bisher werden diese Bewegtbild-Angebote auf dem PC genutzt. Mit TV-Geräten der nächsten Generation, die über einen Internetanschluss verfügen, könnte WebTV auch im Wohnzimmer ankommen.


„Die IPTV-Anbieter können jetzt den Vorsprung nutzen, den sie durch qualitativ hochwertige Technologien und Content haben, um sich bei den Kunden als Premiumplattform zu etablieren.“ Die wachsende Zahl der WebTV-Seiten erweitere die Bewegtbild-Angebotspalette zwar, ein echter Ersatz für IPTV seien sie aber nicht. Zu den Gründen hierfür nennt der BITKOM den Premiumcontent im Programm sowie die hohe Übertragungsqualität, worüber sich IPTV vom WEBTV bislang klar abhebt.

Quelle: BITKOM

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