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News, 28.07.2014
ifo-Index gibt weiter nach
Internationale Krisen belasten deutsche Wirtschaft mehr und mehr
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübt sich immer stärker ein. Im Juli gab der ifo-Geschäftsklimaindikator den dritten Monat in Folge nach.
Trotz der erneuten Stimmungseintrübung weist der ifo-Indikator aktuell im Jahresvergleich noch immer ein Plus von 3,5 Punkten aus.
Trotz der erneuten Stimmungseintrübung weist der ifo-Indikator aktuell im Jahresvergleich noch immer ein Plus von 3,5 Punkten aus.
Ukraine, Naher Osten, Eiszeit mit Russland – die internationalen Spannungen und Krisen zeigen in der deutschen Wirtschaft immer stärker Wirkung. Wie das ifo Institut in München mitteilte, verschlechterte sich das ifo-Geschäftsklima im Juli den dritten Monat in Folge auf 108,0 Punkte (Juni: 109,7 Punkte). Damit bewerten Deutschlands Firmenchefs und Manager die aktuelle Lage und Geschäftsaussichten insgesamt so schlecht wie seit neun Monaten nicht mehr (Oktober 2013: 107,5 Punkte). Vor allem die Geschäftslage verschlechterte sich deutlich: Hier gab der ifo-Indikator gegenüber Juni um 1,9 auf 112,9 Punkte nach. Zudem sind die Geschäftserwartungen der Unternehmen mit einem Rückgang des Teilindikators auf 103,4 Punkte deutlich weniger optimistisch als noch im Juni (104,8 Punkte). „Die geopolitischen Spannungen belasten die deutsche Wirtschaft“, konstatierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Weiter auf Talfahrt befindet sich der ifo-Indikator insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe, wo sich das Geschäftsklima im Juli gegenüber Juni um 3,2 auf 12,4 Punkte verschlechterte. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober letzten Jahres. So fielen die Bewertungen der Industriebetriebe zur aktuellen Geschäftslage deutlich weniger positiv aus als im Juni. Auch bezogen auf die weitere Geschäftsentwicklung trübte sich die Stimmung weiter ein. „Die Exportaussichten der Unternehmen fielen auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr, doch blieben sie mehrheitlich positiv. Die Kapazitätsauslastung ist um 0,3 Punkte auf 84,0 Prozent gefallen“, erklärte Sinn weitere Stimmungseintrübung.

Im Großhandel gab der ifo-Indikator ebenfalls um 3,2 Punkte nach. Mit einem aktuellen Stand von 9,3 Punkten notiert der Indikator hier auf einem Sieben-Monatstief. Grund für die Stimmungsdelle sind leicht verschlechterte Lageurteile und weiter rückläufige Geschäftserwartungen, die im Juli den dritten Monat in Folge nach unten zeigen.

Auch im Einzelhandel trübte sich die Stimmung merklich ein. Hier brach der ifo-Indikator nach dem Schub im Juni (+ 3,2 Punkte gegenüber Mai) sogar um 4,2 auf 3,8 Punkte ein. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 2013. Bei den Einzelhändlern sind es vor allem deutlich schlechtere Geschäftsaussichten, die die Stimmung drücken. Sinn zufolge seien hier die Unternehmen aktuell so skeptisch wie zuletzt vor über einem Jahr. Hinzu kommt, dass die aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so gut ist wie im Juni.

Im Bauhauptgewerbe sank der ifo-Indikator, nachdem er im vergangenen Monat noch leicht gestiegen war, im Juli mit einem Rückgang auf -5,5 Punkte ebenfalls auf ein Neun-Monatstief. Trotz nicht mehr ganz so günstiger Bewertungen zur aktuellen Lage, befinde sich der Indikator zu den Lageeinschätzungen Sinn zufolge aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Allerdings wird die Geschäftsentwicklung etwas weniger optimistisch eingestuft als noch im Juni.
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