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Insolvenzen in Europa, Jahr 2009/10

Firmenkonkurse in Westeuropa steigen um 22 Prozent auf 185.000 – stärkster Anstieg in Spanien und Irland
(PM) Düsseldorf, 03.02.2010 - Firmenkonkurse in Westeuropa steigen um 22 Prozent – stärkster Anstieg in Spanien und Irland

Die schwere Rezession hat die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den EU-15 Staaten plus Norwegen und der Schweiz um 22 Prozent auf gut 185.000 steigen lassen. 2008 wurden rund 152.000 Unternehmensinsolvenzen registriert. In Mittel- und Osteuropa nahm die Zahl der Firmeninsolvenzen um 44 Prozent auf 51.000 Unternehmen zu (2008: 35.400).

Mit 4.900 Verfahren verzeichnet Spanien 93,8 Prozent mehr Fälle als 2008 (2.528 Fälle). Es folgen Irland mit plus 81,1 (1.400 insolvente Unternehmen), die Niederlande plus 53,4 Prozent (10.500 Firmeninsolvenzen) und Dänemark plus 51,0 Prozent (5.600 Fälle). Unterhalb der durchschnittlichen Zuwachsrate Europas blieb die Insolvenzentwicklung in Österreich (plus 8,5 Prozent; 7.050 Fälle), Belgien (plus 11,3 Prozent; 9.430 Insolvenzen), Frankreich (plus 12,2 Prozent; 55.800 Fälle) und Deutschland (plus 16,0 Prozent; 34.300 Unternehmensinsolvenzen).

Stärkerer Anstieg in den USA

In den USA erhöhte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 39,2 Prozent auf 60.600. 2008 waren 43.546 Firmen betroffen. Zudem erklärten sich 1,421 Millionen Privatpersonen für zahlungsunfähig (Vorjahr: 1,074 Millionen). Der Anstieg fiel mit plus 32,3 Prozent deutlich stärker aus als in Europa, wo 2009 mit 361.000 Verbraucherinsolvenzen 12,4 Prozent mehr Fälle registriert wurden als im Vorjahr (321.100).

1,7 Millionen Arbeitsplätze betroffen

Europaweit mussten 2009 rund 20.800 Industriebetriebe den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Das entspricht einem Neuntel (11,2 Prozent) aller Insolvenzfälle (Vorjahr: 10,0 Prozent; 15.200 Unternehmen). Aus dem Dienstleistungssektor werden 70.000 Zusammenbrüche gemeldet. Das sind 37,7 Prozent aller registrierten Insolvenzen (Vorjahr: 36,5 Prozent; 55.500 Unternehmen). Der Anteil des Bausektors am Insolvenzgeschehen nahm von 21,1 auf 20,9 Prozent leicht ab. Für 38.800 europäische Bauunternehmen kam 2009 das Aus (Vorjahr: 32.000). 30,2 Prozent aller Verfahren (56.000 Insolvenzen) betrafen den Handel.

Schätzungsweise 1,7 Millionen Arbeitnehmer waren europaweit von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. 2008 hatten 1,2 Millionen Beschäftigte die Pleite ihres Unternehmens erlebt.

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