VOLLTEXTSUCHE
News, 11.12.2012
Insolvenzstatistik 3. Quartal
Deutlich weniger Privat- und Unternehmensinsolvenzen
In den ersten drei Quartalen haben erheblich weniger Unternehmen Insolvenz anmelden müssen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen verringerte sich auf Jahressicht sogar noch stärker.
Trotz Konjunkturabschwächung lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im September fast ein Fünftel unter dem Niveua des Vorjahresmonats.
Trotz Konjunkturabschwächung lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im September fast ein Fünftel unter dem Niveua des Vorjahresmonats.
Der Rückgang der Insolvenzen in Deutschland setzt sich fort. Laut Statistischen Bundesamt lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im September 17,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei den Verbraucherinsolvenzen weist die Insolvenzstatistik im September sogar einen Rückgang binnen Jahresfrist um 19,2 Prozent aus. Damit hat sich der Rückgang der Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen gegenüber August erheblich beschleunigt (August 2012: - 7,5% bzw. -5,2%). Die Gesamtzahl der Insolvenzen – inklusive der Insolvenzen ehemals Selbstständiger und natürlicher Personen als Gesellschafter sowie Nachlässen – verringerte sich auf Jahressicht in Deutschland im September um 17,9 Prozent. Nicht berücksichtig sind allerdings in diesem Jahresvergleich die Insolvenzen im Saarland. „Weil die Amtsgerichte im Saarland mit den Meldungen für September 2011 auch Insolvenzfälle für den Zeitraum Januar bis August 2011 nachgemeldet hatten, ist ein Vorjahresvergleich für den Monat September 2012 nur eingeschränkt möglich“, so das Statistikamt.

Im Zeitraum Januar bis September verringerten sich die Unternehmensinsolvenzen mit 21.803 gemeldeten Fällen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 im Bundesdurchschnitt (inkl. Saarland) um 4,6 Prozent. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen unterschritt in den ersten Quartalen das Vorjahresniveau sogar um 5,2 Prozent (75.504 Fälle). Die Gesamtzahl der Insolvenzen sank in diesem Zeitraum ebenfalls um 5,2 Prozent (114.956 Fälle). Die Summe der von Amtsgerichten in den ersten drei Quartalen gemeldeten offenen Forderungen lag dagegen mit 39,3 Milliarden Euro deutlich höher als im Vorjahreszeitraum (Januar bis September 2011: 24,0 Mrd. Euro). Der starke Anstieg der offenen Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Unternehmensinsolvenzen  erklärt sich damit, dass in den ersten neun Monaten dieses Jahres mehr wirtschaftlich bedeutendere Unternehmen Insolvenz anmelden mussten als im Vergleichszeitraum 2011.

Für das Gesamtjahr 2012 rechnet das Statistische Bundesamt auf Basis der bisherigen Entwicklung mit insgesamt rund 29.000 Unternehmensinsolvenzen. Das wären etwa 3,7 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr( 2011: 30.099). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen dürfte dem Statistikamt zufolge bei rund 99.000 liegen und damit das Vorjahresniveau um 4,2 Prozent unterschreiten (2011: 103.289).  Bezogen auf die Insolvenzen insgesamt erwartet die Statistikbehörde mit 153.000 Fällen einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG