VOLLTEXTSUCHE
News, 23.02.2011
Inflationsdruck wächst
Erzeugerpreise schnellen weiter in die Höhe
Kräftige Preisanstiege bei Energie und Vorleistungsgütern haben die Erzeugerpreise in Deutschland im Januar so stark nach oben getrieben wie seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr.
Der Anstieg der Erzeugerpreise dürfte auch auf die Verbraucherpreise niederschlagen – speziell bei Energie und Verbrauchsgütern.
Der Anstieg der Erzeugerpreise dürfte auch auf die Verbraucherpreise niederschlagen – speziell bei Energie und Verbrauchsgütern.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt gab, stiegen die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im Januar 2011 gegenüber Dezember letzten Jahres erneut um 1,2 Prozent. Von Dow-Jones-Newswire befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber Dezember um 0,6 Prozent gerechnet.  Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise für industrielle Erzeugnisse um 5,7 Prozent. Das ist die höchste Jahresteuerung seit Oktober 2008, als die Erzeugerpreise um 7,3 Prozent gestiegen waren. Im Dezember 2010 hatte die Jahresveränderungsrate noch 5,3 Prozent und im November 4,4 Prozent betragen.

Heizöl fast ein Drittel teurer als im Vorjahr

Den größten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatten dem Statistikamt zufolge die kräftigen Preisanstiege bei Energie. Hier erhöhten sich die Preise im Januar gegenüber Dezember erneut um 2,3 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent. Am stärksten stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse, die sich auf Monatssicht um 3,2 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent verteuerten. Die höchste Teuerung gab es hier bei Flüssiggas mit einem Preisanstieg auf Jahressicht um 45,8 Prozent (+4,6% gegenüber Dezember). Die Preise für leichtes Heizöl stiegen binnen Jahresfrist um 30,7 Prozent (+5,7% gegenüber Dezember), die Preise für Dieselkraftstoff um 15,7 Prozent (+2,7% gegenüber Dezember) und die für Motorenbenzin um 9,2 Prozent (+5,7% gegenüber Dezember).

Erdgas verteuerte sich auf Produzentenebene im Januar auf Jahressicht um 12,3 Prozent (+1,2% gegenüber Dezember), wobei die Erdgaspreise für private Haushalte gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,2 Prozent zulegten und die für regionale Gasversorgungsunternehmen um 16,9 Prozent. Die Preise für Strom lagen im Januar über alle Abnehmergruppen hinweg um 5,9 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber Dezember um 3,1 Prozent. Für private Endverbraucher verteuerte sich Strom auf Jahressicht sogar um 7,1 Prozent und gegenüber Dezember um 5,0 Prozent.

Preise für Vorleistungsgüter und Verbrauchsgüter erreichen Rekordniveau


Bei Vorleistungsgütern – Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden – verstärkte sich der Preisauftrieb im Januar ebenfalls. Den Statistikern zufolge stiegen hier im Januar die Preise mit einer Jahresteuerung von 7,6 Prozent und einem Preisanstieg auf Monatssicht von 1,2 Prozent auf einen neuen Höchststand. Im Dezember hatte die Jahresteuerung noch bei 6,3 Prozent gelegen. Preistreibend wirkte laut Statistikamt vor allem die Preisentwicklung bei Metallen, die sich gegenüber Vormonat erneut um 2,0 Prozent verteuerten und  auf Jahressicht um 20,5 Prozent mehr kosteten. Die Preise für Getreidemehl stiegen binnen Jahresfrist sogar um 52,3 Prozent (+7,7% gegenüber Dezember) und die für Futtermittel um 37,6 Prozent (+5,4% gegenüber Dezember).

Im Bereich der Verbrauchsgüter zeigte die Preisentwicklung ebenfalls erneut nach oben. Hier stiegen die Preise im Januar über alle Gütergruppen hinweg auf Jahressicht um 2,8 Prozent (+0,2% gegenüber Dezember) und erreichten damit dem Statistikamt zufolge wieder den bisherigen Höchststand vom August 2008. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen binnen Jahresfrist auf Produzentenebene um 5,3 Prozent (+0,3% gegenüber Dezember). Kräftige Preiserhöhungen gab es vor allem bei Obst- und Gemüseerzeugnissen, die sich auf Jahressicht um 13,2 Prozent verteuerten (+ 1,6% gegenüber Dezember 2010). Für Frucht- und Gemüsesäfte mussten Bezieher im Januar sogar ein Drittel (32,3%) mehr zahlen als im Vorjahr (+3,7% gegenüber Dezember).
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG