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News, 03.12.2014
Preise steigen kaum mehr
Inflation in Deutschland auf neuem Langzeittief
Der anhaltende Sinkflug der Energiepreise hat die Inflation in Deutschland im November auf den tiefsten Stand seit Februar 2010 gedrückt.
Nahrungsmittel kosteten im November durchschnittlich genauso viel wie im Vorjahresmonat.
Nahrungsmittel kosteten im November durchschnittlich genauso viel wie im Vorjahresmonat.

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im November weiter verlangsamt. Vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge mussten Verbraucher in Deutschland im November für Waren und Dienstleistungen durchschnittlich nur 0,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Eine niedrigere Jahresteuerungsrate gab es in Deutschland zuletzt im November 2009, als die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist im Durchschnitt nur 0,4 Prozent gestiegen waren. In den vergangenen drei Monaten hatte die Inflation bei 0,8 Prozent stagniert. Gegenüber Oktober blieben die Verbraucherpreise im November insgesamt konstant.

Hauptgrund für die schwächste Inflation seit knapp fünf Jahren sind die weiter rückläufigen Preise für Energie. Hier hat sich die Preistalfahrt in Deutschland im November den fünften Monat in Folge beschleunigt. So mussten Verbraucher für Energie im Durchschnitt 2,5 Prozent weniger zahlen als im November 2013. Im Oktober waren die Energiepreise durchschnittlich 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, im September waren die Preise für Energie im Schnitt um 2,2 Prozent gesunken (August: -1,9 %; Juli: -1,5 %).

Die Preise  für Waren insgesamt verringerten sich im November um 0,2 Prozent. Auch hier hat sich Inflation im Monatsvergleich in Deutschland weiter abgeschwächt. Im Oktober hatten sich Waren im Schnitt um 0,1 Prozent auf Jahressicht verbilligt. Entlastung für die Haushaltskassen  verzeichneten Verbraucher im November auch bei Nahrungsmitteln, wo die Preise binnen Jahresfrist stagnierten (+/- 0,0 %). In beiden vorangegangenen Monaten hatte sich der Preisanstieg nach fast stabilen Preise im August (+ 0,3 %) im Jahresvergleich vorrübergehend beschleunigt (September: + 0,9 %; Oktober: + 0,7 %).

Deutliche Preisanstiege weist der Index der Verbraucherpreise weiterhin allein im Dienstleistungssektor aus. Hier lagen die Preise im November durchschnittlich 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch hier hat sich der Preisauftrieb jedoch im Monatsvergleich verlangsamt: Im Oktober waren die Preise für Dienstleistungen noch im Schnitt um 1,7 Prozent auf Jahressicht gestiegen.

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