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News, 19.08.2007
Bildung und Beruf
Industrie und Handwerk beklagen mangelnde IT-Fitness bei Azubis
Der Einsatz von IT ist selbst in Klein- und Einzelunternehmen mittlerweile unverzichtbar, so auch im Handwerk und in der Industrie. Obschon jedoch der gekonnte Umgang mit Computer und Internet längst als berufliche Grundqualifikation bei Arbeitnehmern und Auszubildenden (Azubis) in allen Branchen vorausgesetzt wird, offenbart speziell der Nachwuchs dahingehend große Schwächen.
Was früher per Schreibmaschine erledigt oder gar handschriftlich erledigt wurde, läuft heute über den Computer. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und E-Mail-Kommunikation sowie das Internet bilden über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg Standardwerkzeuge im beruflichen Alltag. Wie aus einer aktuellen Umfrage von TNS Infratest unter 200 Personalverantwortlichen aus Handwerk und der Industrie hervorgeht, gilt eine entsprechende IT-Kompetenz auch bei Arbeitgebern dieser Branchen als ausgesprochen wichtig. Nur rund die Hälfte aller Auszubildenden bringt jedoch diese Schlüsselqualifikationen mit.

Den Ergebnissen der von der Initiative IT-Fitness in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge, mangelt es fast jedem zweiten Auszubildenden (Azubi) in Deutschland (46 Prozent) an ausreichenden Kenntnissen im Umgang mit Computer und Internet. „Bereits jetzt sind Unternehmen nicht nur in der High-Tech-Branche mit einem alarmierenden Mangel an qualifiziertem Nachwuchs konfrontiert. IT-Kenntnisse sind eine mittlerweile unverzichtbare Schlüsselqualifikation auf dem Arbeitsmarkt und ein wesentlicher Faktor der Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen“, so Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness und Geschäftsführer von Microsoft Deutschland zu den Ergebnissen.


Eine Einschätzung, die auch die Mehrheit der befragten Personalentscheider teilt. Zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten halten IT-Kompetenzen für außerordentlich bedeutsam. Auch ist sich die große Mehrheit von über achtzig Prozent der Personalverantwortlichen darin einig, dass gute Computer- und Internet-Kenntnisse die Chancen in Ausbildung und Beruf deutlich verbessern. Im Ranking der wichtigsten IT-Fertigkeiten nannten die Befragten an erster Stelle die Textverarbeitung (63%), gefolgt von Tabellenkalkulation (47%) und den geübten Umgang mit dem Internet (45%). Gerade aber in diesen Bereichen offenbaren viele Berufseinsteiger erhebliche Schwächen. So hätten nach Meinung der Befragten

  • etwa zwei Drittel der Auszubildenden kein ausreichendes Wissen im Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen (bspw. Word)
  • nur etwa ein Viertel gute bis sehr gute Kenntnisse im Bereich der Tabellenkalkulation (bspw. Excel) und
  • vier von zehn Berufseinsteigern Probleme im Umgang mit dem Internet.


Mitverantwortlich für diese Defizite scheinen jedoch nicht nur bildungspolitische Versäumnisse, sondern auch ein Mangel an Eigeninitiative bei vielen Azubis selbst. So zeige die Hälfte aller Auszubildenden der Umfrage zufolge auch keine Motivation, bestehende Qualifikationsdefizite durch eigenes Zutun auszugleichen. Allerdings fehle es in vielen Unternehmen auch an IT-Weiterbildungsmöglichkeiten. Ein Viertel der befragten Unternehmen (26%) biete solche für die eigenen Auszubildenden gar nicht an. Darüber hinaus bewertet mehr als die Hälfte der Personalentscheider auch die Qualität bestehender Weiterbildungsangebote als nicht gut und daher stark verbesserungswürdig.

Da Computer und Internet als Teil der Arbeits- und Geschäftsprozesse in nahezu jedem Berufs des Handwerks mittlerweile anzutreffen seien, spielten IT-Kenntnisse auch im Rahmen der Auswahlverfahren eine immer wichtigere Rolle, erläutert Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), und verweist auf 170.000 Jugendliche, die jährlich eine Ausbildung im Handwerk starten. Dies belegen auch die Aussagen der Personalverantwortlichen, wonach im Handwerksbereich vor allem in der Logistik und im Transportbereich (51%) sowie in der Verwaltung (46%) und in der Produktion (43%) IT-Kenntnisse gefordert würden.

Um den bei vielen Haupt- und Realschulabgängern bestehenden IT-Qualifikationsdefiziten zu begegnen, will die Initiative, in der sich Microsoft sowie weitere Partner aus der Wirtschaft und dem öffentlichem Sektor zusammengeschlossen haben, bereits in der Schule ansetzen und startet im September das Projekt fIT-Box“ an vierzig Berliner Pilotschulen. Ziel dieses Projektes sei es, über eine didaktisch aufbereitete Unterrichtstunde den angehenden Lehrlingen die Bedeutung von Computer und Internet in der heutigen Berufswelt näher zu bringen und diese dazu zu motivieren, „sich für den Beruf IT-fit zu machen.“ Weitere Informationen zur Initiative sowie einen kostenfreien IT-Fitness-Online-Test finden Interessenten unter dem nachfolgenden Hyperlink „weitere Infos“.

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