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News, 12.09.2017
Deutsche Produktion im Juli
Industrie und Baugewerbe mit leichtem Produktionszuwachs
Die deutsche Industrieproduktion hat im Juli insgesamt leicht angezogen. Auch im Baugewerbe zog die Produktion leicht an. Die Energieversorger fuhren dagegen ihre Erzeugung deutlich zurück.
Im Juli wurden deutliche mehr Investitionsgüter produziert als im Juni (Bild: panthermedia.net / nd3000).
Im Juli wurden deutliche mehr Investitionsgüter produziert als im Juni (Bild: panthermedia.net / nd3000).
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Juli nach den Produktionseinschränkungen im Juni insgesamt konstant geblieben (+/- 0,0 %). Maßgeblich beeinflusst wurde die Monatsbilanz von einem deutlichen Rückgang der Energieerzeugung. Sie fiel im Juli saison- und arbeitstäglich bereinigt um 4,7 Prozent geringer aus als im Juni. In der Industrie und im Baugewerbe legte die Produktion auf Monatssicht dagegen insgesamt leicht zu (+ 0,3 % bzw. + 0,5 %). Im Juni war die deutsche Produktion auf Monatssicht um 1,1 Prozent zurückgegangen.

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mitteilte, war der Zuwachs der Industrieerzeugung auf deutliche Produktionsausweitungen der Vorleistungsgüterproduzenten zurückzuführen. Hier überstieg die Produktion im Juli das Niveau von Juni saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,4 Prozent. Investitionsgüter wurden dagegen den zweiten Monat in Folge weniger produziert. Hier ging die Produktion nach deutlich Produktionseinschränkungen im Juni (- 1,5 %) im Juli weiter um 0,3 Prozent zurück. Die Konsumproduktion nahm ebenfalls den zweiten Monat in Folge ab. Auch sie verringerte sich nach 0,7 Prozent im Juni weiter um 0,3 Prozent.

Auf Zweimonatssicht hat sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe abgeschwächt. So lag der Ausstoß des Produzierenden Gewerbes im Zeitraum Juni und Juli um 0,5 Prozent unter dem Niveau der Monate April und Mai. „Auch die Bauproduktion blieb in den letzten Monaten eher verhalten, ist aufgrund von Veränderungen im Berichtskreis am Jahresbeginn aber noch weiterhin schwierig zu beurteilen“, so das Ministerium. Auf Jahressicht zeigt sich im Produzierenden Gewerbe allerdings ein deutlicher Produktionszuwachs um 3,9 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: + 4,0 %). Dabei stehen kräftigen Produktionsausweitungen in der Industrie sowie im Baugewerbe (arbeitstäglich bereinigt: + 4,7 % bzw. + 4,6 %) deutliche Produktionseinschränkungen der Energieerzeuger (arbeitstäglich bereinigt: - 3,5 %) gegenüber.

„Die Industrieproduktion hat sich im ersten Halbjahr dieses Jahres sehr dynamisch entwickelt. Im Februar wurde erstmals das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008 überschritten und im Mai ein neues Allzeithoch erreicht. Im Sommer konnte die hohe Schlagzahl der Vormonate jedoch nicht beibehalten werden“, konstatierte das Ministerium. „Die Indikatorenlage spricht dennoch für eine Fortsetzung der positiven Industriekonjunktur. Allerdings dürfte das Expansionstempo mit Blick auf die Auftragseingänge geringer ausfallen als in der ersten Jahreshälfte.“

cs/BMWi
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