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News, 05.02.2015
Rückläufige Preise in der Industrie
Stärkster Rückgang der Erzeugerpreise seit 2009
Industrieprodukte haben sich im letzten Jahr in Deutschland insgesamt auf Produzentenebene so stark verbilligt wie seit 2009 nicht mehr. Auch zum Jahresende setzen die Erzeugerpreise ihren Sinkflug fort.
Auch die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel gaben geringfügig nach. (Bildquelle: Statistisches Bundesamt)
Auch die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel gaben geringfügig nach. (Bildquelle: Statistisches Bundesamt)

Im Jahr 2014 haben sich Erzeugnisse des Produzierenden Gewerbes im Durchschnitt aller Industriesegmente auf Erzeugerebene um 1,0 Prozent verbilligt. Das ist der stärkste Rückgang der Erzeugerpreise seit dem Krisenjahr 2009. Damals waren die Preise auf Herstellerebene binnen von zwölf Monaten sogar im Schnitt um 4,2 Prozent gesunken. Im Dezember beschleunigte sich die Preistalfahrt sogar noch einmal. Hier unterschritten die Erzeugerpreise ihren Vorjahresstand sogar im Schnitt um 1,7 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, gab es einen solchen starken Rückgang der Erzeugerpreise binnen Jahresfrist im Monatsvergleich zuletzt im Juli 2009.

Die stärksten Preisrückgänge im Vorjahresvergleich gab es bei Energieerzeugnissen. Sie kosteten auf Produzentenebene 2014 durchschnittlich 3,1 Prozent weniger als im Jahr davor. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Schnitt im Jahresmittel sogar um 5,3 Prozent. Bei Erdgas waren es im Durchschnitt 4,3 Prozent, die Kunden im Vergleich zum Vorjahr sparten, bei Strom immerhin noch 3,1 Prozent. Von den niedrigeren Erdgaspreisen profitierten jedoch nur die Industrie (- 4,3 %), Privathaushalte mussten dagegen, wenn auch nur geringfügig, mehr für Erdgas zahlen (+ 0,1 %). Ähnliches galt auch bei Strom: Während Weiterverteiler und Industrieunternehmen durchschnittlich Preisrückgänge um 9,2  bzw. 1,3 Prozent verzeichneten, mussten Verbraucher für Strom durchschnittlich 1,3 Prozent mehr zahlen als im Jahr davor.

Die Preise für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) lagen 2014 durchschnittlich 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Hier wirkten sich die Preisrückgänge für Metalle am stärksten aus, die im Durchschnitt 2,5 Prozent weniger kosteten als im Jahr zuvor. Auch chemische Grundstoffe waren im Jahresdurchschnitt billiger als 2013 (– 2,1 %). Teurer als 2013 waren dagegen unter anderem Kunststoffwaren. Hier erhöhten sich die Preise auf Erzeugerebene im Schnitt um 0,7 Prozent.

Verbrauchsgüter verteuerten sich im Jahresdurchschnitt um 0,5 Prozent gegenüber 2013. Die Preise für Nahrungsmittel blieben insgesamt gegenüber dem Vorjahr fast unverändert (– 0,1 %). Große Preisrückgänge gab es etwa bei Zucker mit – 14,1 % und bei Fleisch (ohne Geflügel) mit – 5,3 %. Dagegen stiegen die Preise für verarbeitete Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse sowie für Milch und Milcherzeugnisse um jeweils 4,3 %.

Gebrauchsgüter waren im Jahresdurchschnitt 2014 um 1,3 % teurer als 2013, Investitionsgüter um 0,5 %.

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