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News, 28.02.2014
Weiterhin geringer Preisdruck aus der Industrie
Erzeugerpreise sinken weiter
Der Rückgang der Erzeugerpreise hat sich zu Beginn des Jahres fortgesetzt: Im Januar verbilligten sich industrielle Güter auf Herstellerebene so stark auf Jahressicht gesunken wie seit rund drei Jahren nicht mehr.
Auch bei Nahrungsmitteln schwächte sich der Preisdruck ab. Gegenüber Dezember gaben die Erzeugerpreise insgesamt sogar leicht nach.
Auch bei Nahrungsmitteln schwächte sich der Preisdruck ab. Gegenüber Dezember gaben die Erzeugerpreise insgesamt sogar leicht nach.

Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Januar in Deutschland durchschnittlich 1,1 Prozent unter dem Niveau von Januar 2013. Eine stärkere Verbilligung von Industriegütern gab es zuletzt in Deutschland im März 2010. Damals waren die Erzeugerpreise binnen Jahresfrist sogar um 1,8 Prozent gesunken waren. Zugleich war es der sechste Monat in Folge, in dem die Erzeugerpreise in Deutschland das Vorjahresniveau unterschritten. Gegenüber Dezember fielen die Preise auf Produzentenebene im Mittel um 0,1 Prozent.

Preistalfahrt bei Energie und Vorleistungsgütern setzt sich fort

Mehr als ein Drittel des Rückgangs des Index der Erzeugerpreise war auf die Preisentwicklung bei Energie zurückzuführen. Hier fielen die Preise gegenüber Januar 2013 durchschnittlich um 3,0 Prozent. Auf Monatssicht verbilligten sich Energieerzeugnisse im Schnitt um 0,5 Prozent. Die deutlichen Preisrückgänge bei Energie herausgerechnet lagen die Erzeugerpreise im Januar lediglich 0,3 Prozent unter dem Vorjahresstand.

Auch die Preise für Vorleistungsgüter blieben weitere unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Sie verbilligten sich gegenüber Januar 2013 sogar im Schnitt um 1,8 Prozent. Gegenüber Dezember blieb das Preisniveau von Vorleistungsgütern weitgehend stabil (+ 0,1 %). Erheblich günstiger waren unter anderem Metalle. Sie verbilligten sich auf Jahressicht um durchschnittlich 5,5 Prozent. Die Preise für Nichteisenmetalle unterschritten das Vorjahresniveau sogar um 10,1 Prozent, bei Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren es im Januar immerhin noch 4,5 Prozent, die Bezieher sparten.  Besonders starke Preisrückgänge wies der Index bei Futtermitteln für Nutztiere sowie Getreidemehl aus. Hier fielen die Preise im Jahresvergleich sogar um 12,2 beziehungsweise 14,5 Prozent. Teurer als im Vorjahresmonat waren dagegen unter anderem Holz und Holzwaren (+ 2,9 %).

Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt 1,2 Prozent mehr als Januar 2013. Auch Investitionsgüter waren etwas teurer als im Vorjahresmonat. Hier stiegen die Preise auf Jahressicht im Schnitt um 0,5 Prozent. Die Preise für Maschinenbauerzeugnisse legten etwas stärker zu. Sie stiegen im Jahresvergleich um 1,2 Prozent. Die Preise für Kraftfahrzeuge blieben nahezu konstant (+ 0,1 %). Erheblich günstiger waren dagegen unter anderem mobile Computer. Sie verbilligten sich auf Produzentenebene im Jahresvergleich um durchschnittlich 6,5 Prozent.

Bei den Verbrauchsgütern setzte sich der Abwärtstrend der Teuerung im Januar fort. Sie verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 1,2 Prozent, verbilligten sich aber erstmals wieder auf Monatssicht, wenn auch nur minimal um 0,1 Prozent. Zuletzt war das im Juli 2012 der Fall. Im Dezember hatte die Jahresteuerung noch 1,5 Prozent betragen. Ähnlich die Entwicklung bei Nahrungsmitteln: Sie verteuerten sich im Januar  auf Jahressicht nach einem Plus von 1,3 Prozent im Dezember nur noch um 1,0 Prozent und verbilligten sich ebenfalls auf Monatssicht (- 0,2%).

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