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News, 02.09.2014
Importpreise fallen weiter
Deutsche Importe immer günstiger
Die deutschen Einfuhrpreise sind im Juli den 19. Monat in Folge unter dem Niveau des Vorjahresmonats geblieben. Verantwortlich für das anhaltend rückläufige Preisniveau deutscher Importe sind vor allem weiter sinkende Energie- und Rohstoffpreise.
Seit Januar 2013 zeigt die Preisentwicklung deutscher Importe kontinuierlich im Jahresvergleich nach unten. (Bild: Statistisches Bundesamt)
Seit Januar 2013 zeigt die Preisentwicklung deutscher Importe kontinuierlich im Jahresvergleich nach unten. (Bild: Statistisches Bundesamt)

Der Abwärtstrend bei den deutschen Einfuhrpreisen setzt sich fort. Nach Meldung des Statistischen Bundesamtes mussten Unternehmen im Juli für nach Deutschland importierte Güter durchschnittlich 1,7 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Gegenüber Juni verbilligten sich Importe für deutsche Unternehmen im Schnitt um 0,4 Prozent. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge lediglich mit einem Rückgang der Einfuhrpreise im Jahresvergleich um 1,4 Prozent und gegenüber Juni um 0,1 Prozent gerechnet. Das war der 19. Monat in Folge, in dem sich deutsche Importe insgesamt verbilligten. Einen Anstieg der deutschen Einfuhrpreise gab es im Jahresvergleich zuletzt im November 2012 (+ 1,0 %; Dezember 2012: +/- 0,0 %).

Importiertes Erdgas gut ein Fünftel billiger

Den größten Einfluss auf den Index der Einfuhrpreise hat weiterhin die Preisentwicklung bei importierter Energie. Hier lagen die Preise im Juli durchschnittlich 8,2 Prozent unter dem Vorjahresstand. Importiertes Erdgas verbilligte sich im Schnitt im Jahresvergleich sogar um 20,3 Prozent. Aber auch Erdöl und Mineralölerzeugnisse waren deutlich billiger als im Vorjahresmonat (- 4,2 % bzw. - 3,4%). Gegenüber Juni verbilligten sich Energieimporte im Schnitt um 3,4 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lagen die Einfuhrpreise im Juli lediglich 0,5 Prozent unter dem Vorjahresstand. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, verbilligten sich deutsche Importe im Juli im Schnitt um 1,5 Prozent.

Rohstoffe sowie Gebrauchs- und Investitionsgüter ebenfalls günstiger

Auch in vielen anderen Bereichen gaben die Einfuhrpreise teils deutlich nach oder stiegen insgesamt nur leicht. So mussten beispielsweise Importeure von Rohstoffen im Juli durchschnittlich 9,2 Prozent weniger zahlen als im Vergleichszeitraum 2013 (darunter Eisenerze: - 15,4 %; Erze: - 8,9 %). Auch importierte Fertigwaren kosteten im Durchschnitt weniger als im Juli letzten Jahres. Hier unterschritten die Einfuhrpreise das Vorjahresniveau im Schnitt um 0,5 Prozent. Gebrauchsgüter verbilligten sich im Jahresvergleich sogar um 1,6 Prozent. Die Preise für importierte Investitions- und Vorleistungsgüter lagen durchschnittlich 0,7 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent unter dem Vorjahresstand. Importiertes Getreide verbilligte sich im Schnitt im Jahresvergleich sogar um 5,8 Prozent. Für Konsumgüter mussten Importeure durchschnittlich 0,3 Prozent weniger zahlen, während die Einfuhrpreise für Verbrauchsgüter nahezu stagnierten (+ 0,1 %).

Nahrungsmittel verteuerten sich im Schnitt nur leicht um 0,4 Prozent, wobei hier einem deutlichen Anstieg der Einfuhrpreise für Obst und Gemüse (+ 2,8 %) unter anderem Preisrückgänge bei Fleisch und Fleischerzeugnissen (- 1,6 %), Ölen und Fetten (- 3,6 %) sowie frischem und gefrorenem Fisch (- 0,9 %) gegenüberstanden. Stark nach oben zeigten dagegen die Preise für Rohkaffee, für den Importeure durchschnittlich 30,2 Prozent mehr zahlen mussten als im Juli letzten Jahres.

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