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News, 04.05.2011
Importe immer teurer
Einfuhrpreise in Deutschland legen weiter zu
Die deutschen Einfuhrpreise sind im März erneut gestiegen. Am stärksten verteuerten sich auf Monatssicht Importe im Energie- und Nahrungsmittelsektor.
Rohkaffee verteuerte sich im März auf Jahressicht um über 70 Prozent. Bei Getreide zogen die Preise ähnlich stark an.
Rohkaffee verteuerte sich im März auf Jahressicht um über 70 Prozent. Bei Getreide zogen die Preise ähnlich stark an.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet, stieg der Index der deutschen Einfuhrpreise im März gegenüber Februar erneut um 1,1 Prozent. Im Vergleich zu Vorjahresmonat verteuerten sich Importe nach Deutschland im Schnitt um 11,3 Prozent.  Im Februar war die Jahresteuerung der Einfuhrpreise - nach 11,8 Prozent im Januar - sogar bei 11,9 Prozent gelegen. Die deutschen Ausfuhrpreise erhöhten sich im März gegenüber Februar um 0,3 Prozent und lagen um 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch hier hat sich die Jahresteuerung jedoch leicht abgeschwächt: Im Februar und im Januar hatten sich die deutschen Exporte mit jeweils 5,4 Prozent noch binnen Jahresfrist so stark verteuert wie seit April 1982 nicht mehr (+5,5%).

Ein gutes Drittel der Jahresteuerungsrate der Einfuhrpreise war auf die Preiserhöhungen bei Energieprodukten zurückzuführen, die sich im März gegenüber Februar im Schnitt erneut um 6,7 Prozent und binnen Jahresfrist um 36,4 Prozent verteuerten. Am stärksten legte die Preise für importiertes Rohöl zu, das im März 42,4 Prozent mehr kostete als im Vorjahresmonat und 9,3 Prozent mehr als Februar. Die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen im März um 33,9 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber Februar um 7,6 Prozent. Für Erdgas mussten Importeure 27,7 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr und 1,3 Prozent mehr als im Februar. Ohne die Preiserhöhungen bei Erdöl und Mineralölerzeugnissen wäre der Index der Einfuhrpreise dem Statistikamt zufolge nur um 7,7 Prozent über dem Niveau von März 2010 gelegen.

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe verteuerte sich am stärksten Eisenerz, für das deutsche Importeure trotz einer leichten Verbilligung gegenüber Februar (-1,7%) im März 78,6 Prozent mehr zahlen als im März 2010. Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze stiegen binnen Jahresfrist um 18,8 Prozent (-4,4% gegenüber Februar) und die für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen um 23,1 Prozent (+0,6% gegenüber Februar). Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im März um 21,8 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber wie das importierte Basismaterial gegenüber Februar um 1,3 Prozent. Rohkupfer verteuerte sich im März auf Jahressicht um 22,4 Prozent (- 5,4% gegenüber Februar) und Nickel um 21,6 Prozent (- 3,4% gegenüber Februar). Die Preise für Rohaluminium lagen im März um 21,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (+ 0,4% gegenüber Februar).

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse erhöhten sich am stärksten die Einfuhrpreise für Düngemittel, die im März 39,3 Prozent mehr kosteten als im Vorjahresmonat und 2,8 Prozent mehr als im Februar. Die Preise für Kunststoffe in Primärformen zogen ebenfalls kräftig an: Sie lagen im März um 16,6 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber Februar um 1,7 Prozent.

Auch im Nahrungsmittelsektor legten die Preise teils erheblich zu, vor allem die für Rohkaffee, für den Importeure im März stolze 70,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat und 2,2 Prozent mehr als im Februar. Die Getreidepreise stiegen binnen Jahresfrist um 64,3 Prozent (- 3,3% gegenüber Februar) und die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse um 13,5 Prozent (+ 1,4% gegenüber Februar). Geflügelfleisch verteuerte sich im März auf Jahressicht um 14,5 Prozent (+ 4,5% gegenüber Februar), Schweinefleisch um 6,8 Prozent (+ 2,5% gegenüber Februar) und Rindfleisch um 5,0 Prozent (+ 1,8% gegenüber Februar).
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