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News, 21.03.2014
Immer weniger Schwangerschaftsabbrüche
Zahl der Abtreibungen in Deutschland weiter gesunken
Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland so wenige Schwangerschaftsabbrüche wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Rund 98 Prozent der Abtreibungen erfolgten ambulant.
Seit dem Höchstand im Jahr 2001 hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland um fast ein Viertel verringert.
Seit dem Höchstand im Jahr 2001 hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland um fast ein Viertel verringert.

Nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes wurden 2013 in Deutschland insgesamt 102.802 von offiziellen Stellen gemeldete Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Das waren gut 4.000 beziehungsweise 3,8 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche als 2012 (106.815) und so wenige wie noch im wiedervereinigten Deutschland. Damit hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland seit 2004, als die Zahl der Abtreibungen letztmalig auf gut 129.000 gestiegen war, das neunte Jahr in Folge verringert. Ihren bisherigen Höchststand erreichte die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2001 mit 134.609 gemeldeten Fällen. Damit ist die Zahl der Abtreibungen in Deutschland in den letzten 13 Jahren um rund 24 Prozent zurückgegangen.

Knapp drei Viertel der Frauen (74 %), die sich im letzten Jahr für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt. Weitere 15 Prozent waren zwischen 35 und 39 Jahre, und rund acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre oder älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen, die ihre Schwangerschaft abbrachen, belief sich auf rund vier Prozent. In dieser Altersgruppe verringerte sich die Zahl der Abtreibungen im Jahresvergleich sogar um mehr als fünf Prozent. Rund 39 Prozent der Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Deutschland durchführen ließen, hatten zuvor noch keine Lebendgeburt.

Fast alle der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen (96 %). In vier Prozent der Fälle begründete sich die Abtreibung auf medizinischen oder kriminologischen Indikatoren. 70 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt, weitere 17 Prozent der Abtreibungen wurden mit dem Mittel Mifegyne® herbeigeführt. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche erfolgten ambulant (gynäkologischen Praxen: 79 %; Krankenhaus: 18 %). Rund sieben der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten.

Im vierten Quartal 2013 setzte sich der Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland fort. Dem Statistikamt zufolge entschieden sich im Schlussquartal knapp 24.500 Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch. Das waren 3,4 Prozent weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2012.

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