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News, 20.09.2010
Image von Berufsgruppen
Ärzte am vertrauenswürdigsten
Kein Berufsstand genießt in Deutschland mehr Vertrauen als die Ärzte. Fast gleich Null ist das Vertrauen hingegen Politikern und Autoverkäufern gegenüber, wie eine neue Umfrage belegt. Auch Makler und Journalisten haben diesbezüglich einen miserablen Ruf.
Das größte Vertrauen genießen Ärzte in der Altersklasse über 60 Jahren.
Das größte Vertrauen genießen Ärzte in der Altersklasse über 60 Jahren.
Die in Deutschland, Österreich und der Schweiz in puncto Vertrauenswürdigkeit am meist geachteten Berufsgruppen sind Ärzte, Feuerwehrleute und Apotheker, dicht gefolgt von Krankenschwestern und Pflegekräften sowie Polizisten. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Online-Markt- und Meinungsforschungsinstitutes Marketagent.com hervor, für die mehr als 2.000 Personen im Alter zwischen 14 und 65 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Vertrauenswürdigkeit verschiedener Berufsgruppen befragt wurden. Den besten Ruf genießen demnach Mediziner, die von mehr als vier von zehn Befragten (41%) als vertrauenswürdig angesehen werden. Für Feuerwehrleute vergaben 38,4 Prozent dies Prädikat. Apotheker (35,0 %), Krankenschwestern und- pfleger (34,5%) sowie Polizisten (33,2%) stuften jeweils gut ein Drittel der Befragten als vertrauenswürdig ein. Am wenigsten Vertrauen genießen Moderatoren (2,5%), Versicherungsmakler (1,7%), Immobilienmakler (1,5%) und Autoverkäufer (1,3%) sowie als Schlusslicht die Politiker (1,1%).

Erstaunlich großes Misstrauen gegenüber Journalisten

Wie die Umfrage erkennen lässt, wird keine der insgesamt 27 abgefragten Berufsgruppen von einer Mehrheit der Befragten als vertrauenswürdig eingeschätzt. Selbst den im Ranking erstplazierten Ärzten begegnet mehr als jeder Zweite allgemein mit Misstrauen. Auch für Richter (31,8%), Piloten (30,0%), Notare (28,6%), Tierärzte (27,9%) und Rechtsanwälte (20,7%) vergibt nur eine Minderheit das Prädikat „vertrauenswürdig“.  Selbst Lehrern (16,6%) steht die Mehrheit kritisch gegenüber.  Gleiches gilt für Priester (14,3%), Bankkaufleute (12,5%), Busfahrer (12,3%) und Landwirte (11,9%) ebenso wie für Handwerker (9,1%), Beamte (7,1%) und Künstler (6,0%). Am Ende der Vertrauensskala, nur knapp vor den letztplatzierten Moderatoren, Maklern, Autoverkäufern und Politikern, rangieren LKW-Fahrer (4,9%), Kellner (4,3%), Taxifahrer (4,0%) und Journalisten (3,0%). Bemerkenswert: Rund ein Fünftel der Befragten (19,4%) hielt keine der zur Auswahl stehenden Berufsgruppen für vertrauenswürdig.

Allerdings zeigt der Blick auf die Detailergebnisse, dass das Vertrauen in die jeweiligen Berufsgruppen je nach Altersgruppe zum Teil stark variiert. So werden beispielsweise Ärzte von den 14- bis 19-Jährigen sowie den 60- bis 65-Jährigen mit einer Vertrauensquote von 50,2 bzw. 54,2 Prozent deutlich häufiger als vertrauenswürdig eingestuft als in den dazwischen liegenden Altersklassen (30-39 Jahre: 36,8%; 40-49 Jahre: 35,9%; 50-59 Jahre: 41,4%). Ähnlich verhält es sich bei den Krankenschwestern und Krankenpflegern, die in der Altersgruppe der über 65-Jährigen mit 43,4 Prozent eine um rund 10 Prozentpunkte höher Wertschätzung erfahren als im Durchschnitt aller Altersklassen. Anders die Lehrer: Sie haben bei den unter 19-Jährigen den besten Ruf (28,9%; plus 12,3% über dem Durchschnitt). Gleiches gilt für die Politiker, die von den 14- bis 19-Jährigen mit einem Anteil von 5,2 Prozent rund fünf Mal häufiger die Note „vertrauenswürdig“ erhalten als im Durchschnitt (1,1%), während die Quote in der Alterklasse über 60 Jahren desaströse 0,0 Prozent beträgt.  Eine weitere Berufsgruppe, bei der das Meinungsbild von Jung und Alt sehr unterschiedlich ausfällt, sind die Bänker, denen in der Altersklasse unter 19-Jahren überdurchschnittliche 23,2 Prozent vertrauen, von den über 60-Jährigen hingegen nur 7,8 Prozent.

Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede. Am stärksten divergiert das Meinungsbild bei Tierärzten, wo die Vertrauensquote bei den Frauen mit 33,7 Prozent um 12,1 Prozentpunkte höher liegt als bei den Männern (21,6%). Weitere Berufsgruppen, denen Frauen deutlich mehr Vertrauen entgegenbringen als Männer, sind Apotheker (Frauen: 39,7%; Männer: 30,0%), Ärzte (Frauen: 44,2%; Männer: 37,7%) sowie Krankenschwestern und Krankenpfleger (Frauen: 38,2%; Männer: 30,5%). Gleiches gilt für Bänker (Frauen: 15,2%; Männer: 9,7%) und für Rechtsanwälte (Frauen: 23,8%; Männer: 17,4%).
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