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News, 11.09.2010
IfW-Prognose
Deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs
In den kommenden Monaten wird die Konjunktur in Deutschland einen deutlich langsameren Gang einlegen, prognostiziert das Institut für Weltwirtschaft (IfW). Die gute Nachricht: die deutsche Wirtschaft bleibt auch 2011 robust.
Die Exportwirtschaft wird zwar 2011 an Fahrt verlieren, bleibt allerdings auf Wachstumskurs. Gleichzeitig wird die Binnenkonjunktur zur Konjunkturlokomotive der deutschen Wirtschaft werden.
Die Exportwirtschaft wird zwar 2011 an Fahrt verlieren, bleibt allerdings auf Wachstumskurs. Gleichzeitig wird die Binnenkonjunktur zur Konjunkturlokomotive der deutschen Wirtschaft werden.
Angesichts des Höhenflugs der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal hat das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) seine Prognose zum deutschen Wirtschaftswachstum für 2010 nach oben korrigiert. Danach erwartet das Institut, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2010 um 3,4 Prozent erhöhen wird. In seiner letzten Prognose im Juni hatte das IfW noch einen Anstieg um 2,1 Prozent erwartet. 2011 wird sich die Konjunktur in Deutschland jedoch deutlich abkühlen und das Wirtschaftwachstum laut Prognose nurmehr 1,7 Prozent betragen.

Binnenkonjunktur stützt Wirtschaftswachstum


Wie die Kieler Forscher in ihrer Herbstprognose ausführen, hat die konjunkturelle Erholung im zweiten Quartal an Breite gewonnen. „Die privaten Konsumausgaben sind erstmals seit einem Jahr wieder gestiegen“, so die Wirtschaftsforscher. Auch die Investitionen legten deutlich zu. Besonders die Ausrüstungsinvestitionen seien kräftig gestiegen. Abseits dessen boomte der Export. „ Die Ausfuhren expandierten im zweiten Quartal mit einer laufenden Jahresrate von rund 37 Prozent geradezu spektakulär“, schreibt das IfW. Für das Gesamtjahr erwarten die Experten einen Anstieg der Exporte um 15,7 Prozent.

Auch in der zweiten Jahreshälfte stehen die Zeichen auf Erholungskurs. Zwar wird die Konjunktur in Deutschland laut IfW an Fahrt verlieren. Die deutsche Wirtschaft bleibe aber vergleichsweise robust. „Für das dritte Quartal dieses Jahres erwarten wir, dass das reale Bruttoinlandsprodukt spürbar zunimmt, wenn auch langsamer als im Vorquartal“, heißt es in dem Bericht. Demnach erwarten die Wirtschaftsforscher im dritten Quartal ein kumuliertes Jahresplus beim BIP von 2,7 Prozent (laufende Jahresrate).

Gegen Ende des Jahres wird dann verstärkt die Binnenkonjunktur das Ruder übernehmen und die Inlandsnachfrage dem IfW zufolge spürbar expandieren. „Besonders deutlich werden dabei die privaten Konsumausgaben anziehen, da die verfügbaren Einkommen nicht zuletzt wegen des kräftigen Anstiegs des Arbeitsvolumens erheblich zunehmen“, prognostizieren die Forscher.


Eine lebhafte Nachfrage erwarten die Ökonomen zudem im Wohnungsbau, der laut Prognose von den niedrigen Zinsen und den sich aufhellenden Einkommensperspektiven profitieren wird. Einen weiteren Schub prognostiziert das IfW im zweiten Halbjahr auch bei den Unternehmensinvestitionen. Sie dürften dem Bericht zufolge „erneut recht deutlich steigen“. Bei den öffentlichen Bauinvestitionen erwartet das IfW dagegen nurmehr eine geringe Expansion, da die Konjunkturprogramme hier zunehmend Schubkraft verlören.

Rückläufige Exportdynamik

Im Außenhandel indes wird sich das Wachstumstempo in der zweiten Jahreshälfte deutlich reduzieren. „Hierfür spricht vor allem, dass die weltwirtschaftliche Expansion ihren Höhepunkt überschritten hat“, so das Institut. Im kommenden Jahr wird sich Wachstum der Exporte um rund die Hälfte reduzieren. In seiner Prognose geht das IfW 2011 von einem Anstieg der deutschen Ausfuhren um 7,5 Prozent aus.

„Für das Jahr 2011 ist zudem mit einer Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporteure zu rechnen, da nach wie vor viele Länder eine vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit aufweisen und die Arbeitskosten in diesen Länder wohl langsamer zunehmen werden als in Deutschland“, so das IfW.

Da das Wachstum der deutschen Ausfuhren laut Prognose etwa dem des Welthandels entsprechen werde, dürfte der Weltmarktanteil der deutschen Exporte dem Institut zufolge etwa konstant bleiben. Weil 2011 die deutschen Einfuhren aber etwas stärker steigen werden als die Ausfuhren, werde der Außenhandelsbeitrag zum BIP-Wachstum leicht negativ sein.
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