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News, 02.10.2009
IT-Studie
Mangelnde IT-Sicherheit in KMU – Kunden wandern häufig ab
Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bewerten ihre IT-Sicherheit viel positiver als diese tatsächlich ist. Ein Beispiel hierfür ist laut einer Studie das Thema Datensicherung, wonach die Hälfte im Falle eines IT-Systemausfalls noch nicht mal einen Disaster-Recovery-Plan besitzt. Gleichzeitig zeigt die Studie: IT-Ausfälle werden mittlerweile von den Kunden nicht mehr toleriert.
In den vergangenen zwölf Monaten gab es in jedem der befragten KMU im Durchschnitt drei IT-Systemausfälle. Bei mehr als vier von zehn befragten Unternehmen (42%) stand die IT infolgedessen für acht Stunden und länger nicht zur Verfügung. Der dadurch entstandene Schaden belief sich bei den betroffenen Betrieben auf durchschnittlich 15.000 Dollar. Ein Viertel hatte sogar Datenverluste zu verzeichnen. Das geht aus der neuesten Studie „2009 SMB Disaster Preparedness Survey“ hervor, für die das Sicherheitsunternehmen Symantec weltweit IT-Verantwortliche aus kleinen und mittelständischen Unternehmen zum Thema Disaster Recovery (Datenwiederherstellung) befragt hat.


Qualität der Sicherheit wird oft falsch eingeschätzt

Wie die Studie aufzeigt, steht die Unternehmenswirklichkeit in Sachen IT-Sicherheit in einem krassen Widerspruch zu dem, wie die befragten IT-Leiter die Qualität der eigenen Datensicherheit beurteilen. So gaben 82 Prozent der weltweit befragten IT-Chefs an, dass sie mit ihren Disaster Recover-Maßnahmen zufrieden bis sehr zufrieden sind. In Deutschland zeigten sich die Unternehmen weniger euphorisch: Hier erklärten dies nur sechs von zehn IT-Entscheidern (59%). Ein ähnliches Bild ergab sich bei der Frage, wie gut sie sich im Falle einer IT-Störung vorbereitet fühlen: Während weltweit 84 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen erklärten, sich in diesem Fall geschützt bis sehr geschützt zu fühlen, sagten dies in Deutschland nur zwei Drittel (66%) der IT-Chefs. Ein laut Symantec „alarmierendes Ergebnis“, zumal die Hälfte dieser KMU zugleich bekannte, nicht zu wissen, wie sie bei einem solchen Störfall reagieren sollten, da hierfür 47 Prozent der Unternehmen weltweit keinen Notfallplan besitzen. In Deutschland sind die Unternehmen noch viel schlechter vorbereitet: Hier besitzen sogar fast neun von zehn befragten Unternehmen (87%) bislang noch keinen Disaster-Recovery-Plan. Mehr als drei Viertel (77%) haben jedoch vor, im nächsten Halbjahr einen solchen zu erstellen.

Mangelnde IT-Sicherheit gefährdet Kundenloyalität

Laut Studie gehen die meisten KMU noch immer davon aus, dass Sicherheitsvorfälle nur innerbetrieblich Folgen haben und die Kunden darauf mit Verständnis reagieren. Deutsche Unternehmen zeigen sich in dieser Hinsicht ganz besonders zuversichtlich: Während weltweit immerhin ein Drittel der befragten Unternehmen (34%) fürchtet, dass sich ihre Kunden im Falle eines Störfalls nach Alternativen umsehen und gar zur Konkurrenz abwandern könnten, hegt in Deutschland keines der befragten Unternehmen diese Sorge. Ein fataler Fehler, der auf einer Ilussion basiert: „Wie die Studie herausfand, sind 42 Prozent der Befragten bei einem Vorfall im Netz ihres bevorzugten Anbieters zur Konkurrenz gewechselt“, so Symantec. Nahezu zwei Drittel der befragten Kunden gaben zudem an, dass der Störfall dem Ansehen ihres Anbieters geschadet habe.

Für Unternehmen, die noch keinen IT-Notfallplan besitzen, gibt Symantec folgende Empfehlungen:

  • Den Bedarf ermitteln: KMUs sollten sich genügend Zeit nehmen, um genau zu entscheiden, welche kritischen Daten gesichert und geschützt werden müssen.

  • Vertrauenswürdige Berater einbinden: Kleine Firmen haben begrenzt Zeit, Mittel und interne Mitarbeiter. Sie sollten daher auf Lösungsanbieter setzen, die ihnen dabei helfen, einen professionellen Plan zu entwickeln und automatische Sicherheitslösungen zu implementieren. Anbieter, welche die Trends und Bedrohungen für KMUs für sie im Auge behalten.

  • Soviel wie möglich automatisieren: Durch automatisches Sichern von Daten wird dieser wichtige Schritt nicht mehr übersehen. KMUs können so den Schaden von IT-Ausfällen deutlich senken und menschliches Versagen ausschließen.

  • Einmal im Jahr Tests durchführen: Der Moment, in dem jemand Daten schnell wiederherstellen muss, ist sicher der unglücklichste, um festzustellen, dass Dateien nicht wie geplant gesichert wurden. KMUs können dies umgehen, in dem sie in regelmäßigen Tests den Ernstfall proben.

[Quelle: Symantec]
STUDIENVERWEIS
Studie „2009 SMB Disaster Preparedness Survey“
Symantecs Disaster-Plan-Studie ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im August und September 2009 von Applied Research durchgeführt wurde. Sie sollten den Zustand und den Einfluss ihrer Desaster-Notfallpläne, deren Stellenwert sowie die ...
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