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News, 29.10.2007
IT-Sicherheit
Studie belegt mangelnde Disaster Recovery-Planung in Unternehmen
Über zwei Drittel aller Unternehmen befürchten durch den Ausfall von IT-Systemen weit reichende negative Auswirkungen auf ihr Business. Ungeachtet dessen leisten sich die meisten dennoch schwere Versäumnisse bei der IT-Sicherheit: Aufgrund einer unzureichenden Disaster Recovery-Planung sind viele für den IT-Notfall nicht entsprechend vorbereitet.­
Weltweit musste bereits jedes zweite Unternehmen schon einmal auf einen IT-Notfallplan zurückgreifen. Trotz eines durchaus vorhanden Bewusstseins über die folgenschweren Konsequenzen, die das Versagen der IT-Systeme nachsichziehen kann, erweisen sich die meisten Notfallpläne als lückenhaft und unzureichend. Nicht einmal jeder zweite der so genannten Disaster-Recovery-Pläne besteht den Testfall. So lautet das Ergebnis einer aktuellen weltweiten Studie der Sicherheitsexperten von Symantec, im Rahmen derer der Anbieter von Sicherheitslösungen die Qualität und den Umgang mit Disaster Recovery-Plänen in Unternehmen untersucht hat.

Während im weltweiten Durchschnitt vorrangig Naturkatastrophen (69%), Virenangriffe (57%) sowie Krieg und Terrorismus (31%) den Unternehmen Sorgen bereiten und Anlass liefern, Disaster Recovery-Plänen zu entwickeln, ist es in deutschen Unternehmen vor allem die Angst vor einem Ausfall der IT-Systeme. Mehr als drei Viertel (79%) der in Deutschland befragten Unternehmen fühlten sich Symantec zufolge davon bedroht. Für den Ernstfall sind viele deutsche Unternehmen dennoch nicht gewappnet. Wie das Softwarehaus berichtet, zeigten sich deutsche Unternehmen insbesondere auf Feuerkatastrophen sehr schlecht vorbereitet: Komme es zu Feuerschäden, benötigten sie für die Wiederherstellung von Systemen und Daten überdurchschnittlich lange. Ein Grund: fehlerhafte Planung und mangelhafte Testverfahren.

Zwar erklärte die Mehrzahl der Befragten, dass vorhandene Disaster Recovery-Pläne im Unternehmen geprüft würden, wie Symantec berichtet. Gleichwohl jedoch bekannte immerhin rund jeder zweite (48%) der befragten IT-Verantwortlichen, dass ihre Tests aufgrund von Problemen mit Technologien, Personen oder Prozessen fehlschlagen würden. Wie die Umfrageergebnisse eindeutig belegten, seien die Testverfahren für Disaster Recovery-Pläne selbst ebenso wie die Wahrscheinlichkeits- und Auswirkungsanalysen nicht umfassend genug sind. Dies habe sich sogar bei erfolgreich verlaufenen Test gezeigt. Auch hätten zwar 88 Prozent der Unternehmen eine Wahrscheinlichkeits- und Auswirkungsanalyse für mindestens eine Bedrohung durchgeführt, nur 40 Prozent jedoch für sämtliche Bedrohungen. Mehr als jedes zehnte Unternehmen (12%) hatte sogar darauf verzichtet, auch nur für eine einzige Bedrohung eine Wahrscheinlichkeits- und Auswirkungsanalyse durchzuführen.

Dass Notfälle alles andere als eine Ausnahme sind, zeigt indes ein weiteres Ergebnis: In jedem zweiten Unternehmen (48%), das über einen IT-Notfall verfügt, ist dieser bereits zum Einsatz gekommen. Auch eine Vielzahl jener Unternehmen, die keinen Notfallplan besitzen, hätte einen solchen schon einmal gebraucht: Fast jedes zweite dieser Unternehmen (44%) war schon mal mit einem, rund jedes fünfte (26%) sogar mit zwei und jedes zehnte (11%) mit drei oder mehr IT-Notfällen konfrontiert. Wohlwissend um die möglicherweise folgenschweren Konsequenzen eines IT-Notfalls, ist die Angst vor einem solchen weit verbreitet.

Auf die Frage, was die größten Gefahren eines IT-Notfalls seien, nennen weltweit rund zwei Drittel (69%) die Beschädigung der Marke und des Rufs des Unternehmens. In Deutschland teilen diese Sorge sogar mehr als drei von vier Befragten (83%). Negative Auswirkungen auf die Kundentreue und Sorgen um die eigene Wettbewerbspositionen (jeweils 65%) sowie der Verlust von Kundendaten (64%) folgen in der weltweiten Gefahreneinschätzung auf den Plätzen. Die größten Sorgen deutscher Unternehmen sind dagegen, neben dem Reputationsverlust (83%), Wettbewerbsnachteile (75%), eine Schädigung der Lieferantenbeziehungen (74%) und Vertrauensverluste bei den Kunden (54%).

Bemerkenswert: Trotz der mehrheitlich großen Angst hinsichtlich der möglichen Folgen eines IT-Notfalls im eigenen Unternehmen, sorgt sich nur jedes drittes Unternehmen im selben Kontext um die Leistungsfähigkeit der eigenen Lieferanten. Entsprechende Pläne, so Symantec, setze die Mehrheit schlicht voraus.

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