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News, 03.06.2010
IT-Sicherheit
Mehr als jeder dritte Deutsche gibt Passwörter weiter
Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, gehen viele Deutsche recht freizügig mit ihren privaten Passwörtern um. Oft auch aus Sorge, diese zu vergessen. Sicherheit versprechen hier laut BITKOM sogenannte Passwort-Safes.
Nach Auskunft des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) geben 37 Prozent der Deutschen private Passwörter für Computer, Internet & Co. an andere Personen weiter. Selbst am Arbeitsplatz setzt jeder dritte Bundesbürger auf Vertrauen und gibt Passwörter anderen gegenüber preis. Das geht aus einer im Auftrag des BITKOM vom Marktforschungsinstitut Forsa durchgeführten repräsentativen Umfrage hervor, an der sich über 1.000 Deutsche ab 14 Jahren beteiligt haben.

„Dass die Bürger ihren Mitmenschen vertrauen, ist zwar grundsätzlich ein positives Zeichen – Passwörter sollten aber nur in Ausnahmesituationen weitergegeben werden“, erklärte BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Zudem rät Kempf, so die Weitergabe eines Passworts wie beispielsweise für Wartungsprozesse nötig sein sollte, diese zeitlich zu begrenzen, sprich: das preisgegebene Passwort zeitnah gegen ein neues auszutauschen.

Westdeutsche deutlich vertrauensseliger als Ostdeutsche

Am häufigsten vertrauen Bundesbürger Passwörter dem eigenen Lebenspartner an: Von mehr als jedem vierten Deutschen (27%) wurde hier bereits der Partner eingeweiht. Knapp ein Zehntel der Befragten (9%) hat ein Passwort schon Verwandten anvertraut, und weitere drei Prozent der Deutschen taten dies bei Freunden und Bekannten. Allerdings ist das Vertrauen in andere Personen hinsichtlich der Passwortweitergabe in den alten Bundesländern deutlich stärker ausgeprägt als in den neuen: Während im Westen fast drei von zehn Befragten (28%) Passwörter ihrem Partner und 10 Prozent Verwandten anvertrauen, ist im Osten nur bei 22 Prozent bzw. sechs Prozent der Fall. Bei der Weitergabe beruflicher Passwörter fallen die Unterschiede noch etwas deutlicher aus. So gibt in Westdeutschland rund jeder Fünfte (19%) Passwörter zuweilen an Kollegen und jeder achte an den Vorgesetzten weiter, in Ostdeutschland hingegen nur jeder Zehnte bzw. Zwölfte. Die Mehrzahl der Befragten geht indes sowohl privat als auch geschäftlich lieber hier auf Nummer sicher und gibt prinzipiell kein Passwort anderen Personen gegenüber preis (Ost: 75%; West: 60%).

„Viele Menschen geben ihre Passwörter weiter, weil sie befürchten, sie selbst zu vergessen – ähnlich wie den Haustürschlüssel, den man sicherheitshalber in der Nachbarschaft hinterlegt. In der digitalen Welt gibt es dafür aber bessere Alternativen“, so Kempf. Eine bequeme und sichere Lösung zur Passwort-Verwaltung seien Kempf zufolge sogenannte „Passwort-Safes“, die als Programme entweder auf einem verschlüsselten Bereich der Festplatte gespeichert oder durch externe Speichermedien wie USB-Sticks oder Smartcards mit dem Rechner verbunden werden. „Sie erstellen automatisch Passwörter, die sich schwerer entschlüsseln lassen. Bei Bedarf weisen sie ein neues Passwort einer speziellen Webseite zu und nutzen beim Abruf dieser Webseite automatisch das entsprechende Passwort. Außerdem werden alle Passwörter verschlüsselt gespeichert“, so der BITKOM. Auf diese Weise müsse sich der Nutzer nur noch ein möglichst sicheres Haupt-Passwort merken.
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