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News, 31.10.2014
Unnötige Gefährdung der IT-Sicherheit
Gut jedes achte Betriebssystem nicht up to date
Viele private PC-Nutzer unterminieren ihre eigene IT-Sicherheit durch Nachlässigkeiten bei der Aktualisierung der auf ihren Endgeräten installierten Software und spielen damit Cyberkriminellen in die Hände.
Rund 13 Prozent der privaten PC-Nutzer aktualisieren ihre Betriebssysteme nicht – und das, obwohl Microsoft zeitnah Updates zur Verfügung stellt und damit erhebliche Sicherheitslücken schließt. Das geht aus den von Secunia, Anbieter der Security-Schwachenstellen-Analyse-Software „Personal Software Inspector“  (PSI), veröffentlichten aktuellen PSI Country Reports für Deutschland, Österreich und die Schweiz hervor. Gegenstand des Berichts ist die Ermittlung und Dokumentation, wie deutsche, österreichische und Anwender aus der Schweiz ihre PCs vor Cyberangriffen schützen und wie viele veraltete, anfällige Programme auf ihren Computern installiert sind.

Laut dem aktuellen Secunia Sicherheitsreport sind rund elf bis zwölf Prozent der Betriebssysteme – Windows 7, 8 und Vista – nicht auf dem aktuellen Stand. Ähnliche Zahlen hat das Scanprogramm Secunia Personal Software Inspector (Secunia PSI) für Software-Anwendungen anderer Anbieter ermittelt. So waren in der Schweiz und Österreich zum Untersuchungszeitpunkt 10,6 beziehungsweise 11,8 Prozent der auf den Endgeräten installierten Drittanbieter-Programme nicht auf dem aktuellsten Stand – mit dem Ergebnis, dass diese Hackern und Datendieben eine große Angriffsfläche bieten. Rund sechs Prozent der installierten Software-Produkte sind sogar sogenannte End-of-Life-Programme, die der Hersteller nicht mehr mit Updates unterstützt.

„Einem Hacker genügt eine einzige Sicherheitslücke, um sich Zugang zu einem PC zu verschaffen und hier wertvolle Daten abzufischen. Eine einzige. Deshalb sehen wir mit Sorge, dass die Anzahl der ungepatchten Betriebssysteme und End-of-Life-Programme im Vergleich zum zweiten Quartal zugenommen hat“, so Kasper Lindgaard, Director of Research and Security bei Secunia. „Wir empfehlen allen Anwendern, veraltete, nicht mehr unterstützte Software-Versionen durch aktuelle zu ersetzen und zeitnah die Microsoft-Sicherheitsupdates aufzuspielen, um ihre PCs zu schützen.“

Software-Produkte von durchschnittlich knapp 30 Herstellern


Wie die aktuelle Erhebung ergab, haben private Computer-Nutzer in Deutschland im Durchschnitt 80 Software-Programme von 29 verschiedenen Herstellern auf ihrem Rechner installiert. Wie Secunia ausführt, bedeutet dies, dass ein Privatanwender in Deutschland durchschnittlich 29 verschiedene Software-Update-Zyklen im Blick behalten müsse. In Österreich und in der Schweiz sind es im Durchschnitt 77 Programme von 27 verschiedenen IT-Anbietern, die immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden wollen.

Die Liste der anfälligsten Programme wird länderübergreifend von Oracle Java JRE, VLC Media Player, Apple QuickTime und dem Adobe Reader X angeführt. Ausschlaggebend für ihre Position im Ranking sind Marktanteil und Anteil ungepatchter Versionen. Zu den meistgenutzten End-of-Life-Programmen zählen in Deutschland die Software-Bibliothek Microsoft XML Core Services (MSXML) und der Adobe Flash Player, die auf fast drei Vierteln aller PCs installiert sind, und der Webbrowser Mozilla Firefox.

Des Weiteren zeigt die aktuelle Erhebung, dass Microsoft trotz schrumpfender Marktanteile nach wie vor auch im Privatanwender-Umfeld noch über eine breite Anhängerschaft verfügt. So sind zum Beispiel in Österreich im Schnitt auf jedem privaten genutzten PC noch immer 38 Prozent der installierten Software-Programme Microsoft-Produkte, der Rest, also 62 Prozent, sind Software-Produkte von Drittanbietern. Auf letztere entfallen derzeit dem Report zufolge knapp die Hälfte der vom Secunia PSI identifizierten Schwachstellen (46 %).
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