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News, 10.10.2011
IT-Investitionen
ERP, CRM und BI dominieren Software-Vorhaben
Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) und Business Intelligence (BI) genießen gegenwärtig bei IT-Vorhaben hohe Relevanz, zeigt eine aktuelle Studie. Vor einem Zugriff auf ERP-, BI- und CRM-Systeme aus der Cloud als Software-as-a-Service (SaaS) schrecken allerdings die meisten Unternehmen bislang noch zurück.
Kernziel im Rahmen von BI-Vorhaben ist zunehmend die Integration von BI in die vorhandene Software-Landschaft.
Kernziel im Rahmen von BI-Vorhaben ist zunehmend die Integration von BI in die vorhandene Software-Landschaft.
Business Intelligenz gewinnt als Instrument der Unternehmenssteuerung in Unternehmen immer größeren Stellenwert. Das zeigen die Ergebnisse der Nach einer Studie  „User Survey 2011 – Software Usage and Investments by IT Users in the DACH Region“ des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC), im Rahmen derer mehr als 300 IT-Entscheider in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zum Softwareeinsatz in ihrem Unternehmen und geplanten IT-Vorhaben befragt wurden. Danach haben mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen BI-Tools bereits implementiert, wobei der Anteil der befragten Firmen mit BI-Systemen in der Größenklasse mit mehr als 500 Mitarbeitern PAC zufolge deutlich höher liege als bei den kleineren Firmen.

„Mit ihren umfassenden Reporting-, Analyse- und Prognosefunktionalitäten werden BI-Lösungen immer mehr zu einem zentralen Baustein in der Unternehmensführung“, so PAC. Mit Abstand am weitesten verbreitet sind allerdings Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme, Finanzbuchhaltungslösungen und Human Resource Management (HRM)-Systeme, also Software-Lösungen rund um das Thema Personalmanagement. Sie gehören, insbesondere in den größeren Unternehmen, quasi schon zur Software-Grundausstattung.

Verstärkter Fokus auf Verzahnung von BI mit Software-Landschaft

Der hohe Stellenwert von betriebswirtschaftlichen, auf einen optimalen Ressourceneinsatz und effiziente Geschäftsprozesse ausgerichteten Software-Lösungen zeigt sich auch bei den von Unternehmen gesetzten IT-Investitionsschwerpunkten. So steht das Thema ERP in der Liste der geplanten Software-Vorhaben laut PAC derzeit ganz oben, gefolgt von Investitionen in CRM-Systeme und in BI. Gegenstand vieler BI-Vorhaben ist dabei nicht die Neuimplementierung, sondern vielmehr die Integration von BI in bestehende ERP- und CRM-Systeme, verbunden mit dem Ziel, die Potenziale von BI ebenso wie die der anderen Software-Lösungen umfassend ausschöpfen zu können.

 „Innovationsdruck, intensivierter Wettbewerb, die verstärkte Einbindung in internationale Märkte sowie der Bedarf nach Automatisierung von Abläufen gerade in mittelständischen Unternehmen lassen die Bedeutung integrierter Geschäftsprozesse und somit die Nachfrage nach ERP-Systemen rasant steigen“, so die Experten. Das Thema BI betreffend zeige die Studie PAC zufolge allerdings, dass hier die Investitionen bei einem relativ hohen Anteil an Unternehmen erst für das kommende Jahr geplant sind. Laut PAC sei dies ein Zeichen dafür, dass das Thema für viele Unternehmen noch recht neu und der Entscheidungs- bzw. Auswahlprozess für eine BI-Lösung noch nicht abgeschlossen ist. „Ferner könnte dies darin begründet sein, dass die Firmen ERP-Einführungsprojekten zunächst größere Aufmerksamkeit schenken“, so Frank Niemann, Principal Consultant Software Markets bei PAC.

Weiter große Skepsis gegenüber Software aus der Cloud

Wie die Studie aufzeigt, beziehen weiterhin die meisten Unternehmen ihre Software-Lösungen im klassischen Lizenzmodell. Auf Cloud-basierte Bezugsmodelle in Form von Software as a Service (SaaS) setzt nur eine kleine Minderheit. Und das obschon sich der Cloud-Markt PAC zufolge derzeit in hohem Tempo entwickle, zum einen getrieben durch klassische Software-Hersteller, die ihre Lösungen vermehrt auch über die Cloud anbieten, und zum anderen durch neue Player, die einzig auf Cloud-basierte Softwareangebote setzen.

„Offenbar überwiegt bei vielen CIOs die Skepsis gegenüber Cloud-Lösungen. „Zwar sind viele Vorteile des Cloud-Konzepts unbestritten, gleichzeitig aber auch zahlreiche – vor allem juristische Fragen – noch unzureichend geklärt, vor allem dann, wenn sich die Rechenzentren der Anbieter in Ländern außerhalb Europas befinden“, erläutert PAC. Gerade im Hinblick auf Datenschutz, Standardisierung, Sicherheit und Verfügbarkeit der Lösungen bestünden seitens der Anwender große Unsicherheiten, insbesondere beim Bezug von Software über eine Public Cloud. „Hier sind auf der einen Seite die Cloud-Anbieter, auf der anderen Seite aber auch die politischen und rechtlichen Entscheidungsträger gefragt, die anstehenden Fragen zu beantworten und einen geeigneten vertraglichen und rechtlichen Rahmen zu schaffen“, so Dr. Katrin Schleife, Senior Analyst Retail & Cloud Computing bei PAC.
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