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News, 06.09.2011
IAB-Studie
Mitarbeiterbeteiligung bleibt ungeliebtes Kind
Modelle der Mitarbeiterbeteiligung bleiben in der deutschen Wirtschaft weiter die Ausnahme, zeigt eine aktuelle Studie. Besonders wenig Anklang finden Kapitalbeteiligungsmodelle.
Am häufigsten partizipieren Arbeitnehmer in der ITK-Wirtschaft sowie im Mediensektor am Erfolg des eigenen Unternehmens.
Am häufigsten partizipieren Arbeitnehmer in der ITK-Wirtschaft sowie im Mediensektor am Erfolg des eigenen Unternehmens.
Ungeachtet aller Potenziale stößt der Ansatz, Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen, bei deutschen Unternehmen weiterhin auf wenig Gegenliebe. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, greifen in Deutschland gerade einmal zehn Prozent der Unternehmen zumindest bei einem Teil der eigenen Belegschaft auf Formen der Mitarbeiterbeteiligung zurück. Dabei setzen neun Prozent auf Formen der Gewinnbeteiligung und ein Prozent auf Kapitalbeteiligungsmodelle. Dem IAB zufolge sei damit der Verbreitungsgrad der Gewinn- und Kapitalbeteiligung von Arbeitnehmern in Deutschland in den letzten zehn Jahren nahezu konstant geblieben.

Am populärsten sind Mitarbeiterbeteiligungsmodelle bei Unternehmen aus dem Wirtschaftssektor Information und Kommunikation, zu dem IAB zufolge unter anderem das Verlagswesen, die Branche Fernsehen, Film und Funk sowie die Zweige IT, Telekommunikation und Internetdienstleistungen zählen. In diesem Sektor beteiligt mittlerweile fast ein Drittel der befragten Unternehmen zumindest Teile der Belegschaft am Gewinn. Ebenfalls vergleichsweise weit verbreitet sind Formen der Mitarbeiterbeteiligung zudem in der Finanz- und Versicherungswirtschaft, wo laut Studie immerhin bereits ein knappes Viertel der Betriebe entsprechende Beteiligungsmodelle eingeführt hat.

Auch zeigt die Studie, dass große Unternehmen deutlich häufiger auf Modelle der Mitarbeiterbeteiligung setzen als Kleinbetriebe: Während von den Großunternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten ein Drittel zumindest Teile der Belegschaft am Gewinn beteiligt, sind es bei den Kleinunternehmen mit weniger als 50 Angestellten gerade einmal acht Prozent. Wie aus der Studie weiterhin hervorgeht, bezieht dabei rund jedes zweite Unternehmen, das ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell implementiert hat, die gesamte Belegschaft in dieses ein. Betrachtet man alle Unternehmen mit Formen der Mitarbeiterbeteiligung kommen im Durchschnitt zwei Drittel der Arbeitnehmer in den Genuss entsprechender Modelle.

„Die Betriebe haben in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 nicht in stärkerem Umfang als zuvor auf die finanzielle Beteiligung ihrer Mitarbeiter gesetzt – beispielsweise um bei ihren Lohnkosten eine größere Flexibilität zu erreichen oder ihre Kapitalbasis zu stärken“, so das IAB. Auch wenn einzelne Fälle existierten, würden diese insgesamt statistisch nicht ins Gewicht fallen. Dem Institut zufolge vergibt damit das Gros der deutschen Unternehmen nicht zuletzt im „war for talents“ interessante Chancen, sich von Mitbewerbern abzuheben. “Angesichts des sich abzeichnenden Wettbewerbs um Fachkräfte kann die Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg die Bindung an die Unternehmen erhöhen und eine wichtige Signalfunktion im Personalmarketing für die begehrten High Potentials ausüben“, so die Forscher in ihrem Bericht.
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