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News, 30.05.2013
Importe immer günstiger
Deutsche Einfuhrpreise weiter auf Talfahrt
Deutsche Importe haben sich im April so stark auf Jahressicht verbilligt wie seit Herbst 2009 nicht mehr. Stark nach unten zeigen unter anderem die Einfuhrpreise für Energie und metallische Rohstoffe.
Auch Kaffee verbilligte sich erheblich: Hierfür mussten Importeure gut ein Viertel weniger bezahlen als im April 2012.
Auch Kaffee verbilligte sich erheblich: Hierfür mussten Importeure gut ein Viertel weniger bezahlen als im April 2012.

Die Preise für nach Deutschland importierte sinken weiter. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes mussten deutsche Importeure im April für eigenführte Waren im Durchschnitt 3,2 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Damit hat sich der Rückgang der deutschen Einfuhrpreise weiter beschleunigt. Im März waren die Einfuhrpreise durchschnittlich 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen (Februar: -1,5 %; Januar: -0,8 %). Gegenüber März verbilligten sich Importe im Schnitt um 1,4 Prozent.

Stark beeinflusst wird das Niveau der Einfuhrpreise weiter unter anderem von der Preisentwicklung bei Energie. Hier lagen die Einfuhrpreise im April durchschnittlich 11,7 Prozent unter dem Stand des Vorjahrmonats. Gegenüber März verbilligten sich Energieimporte im Schnitt um 4,4 Prozent. Starke Preisrückgänge gab es vor allem bei Mineralölerzeugnissen und Steinkohle: Hier sanken die Preise im Schnitt auf Jahressicht um 14,1 bzw. 14,4  Prozent und binnen Monatsfrist um 6,5 bzw. 0,8 Prozent. Auch  Erdöl war erheblich günstiger als im April 2012 (-12,7 %). Gegenüber März verbilligte sich Erdöl um 6,3 Prozent. Für Erdgas mussten Importeure 7,6 Prozent weniger zahlen als im Vergleichszeitraum 2012 (+1,1 % gegenüber März). Ohne Berücksichtigung der Preise für Erdöl und Mineralölerzeugnisse unterschritten die Einfuhrpreise das Vorjahresniveau im Durchschnitt lediglich um 1,4 Prozent (-0,5 % gegenüber März).

Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat gab es im April des Weiteren unter anderem auch Rohkaffee (– 25,5 %), bei Nicht-Eisen-Metallerzen (– 11,4 %) sowie bei Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (– 6,7 %). Für Nicht-Eisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug mussten Importeure ebenfalls deutlich weniger bezahlen. Die stärksten Preisrückgänge gab es bei Kupfer, das sich auf Jahressicht um 11,0 Prozent und gegenüber März um 5,1 Prozent verbilligte, sowie bei Nickel, wo die Preise das Vorjahresniveau um 9,7 Prozent unterschritten (-5,2 % gegenüber März). Auch Aluminium war deutlich günstiger als im April 2012 (-3,6 %; -1,4% gegenüber März).


Für Getreide mussten Importeure dagegen 8,1 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat, wenn auch deutlich weniger als im März (-2,8%). Auch die importierte Milch und Milcherzeugnisse verteuerten sich deutlich: Sie kosteten 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 1,8 Prozent mehr als im März. Importierter Rohkaffee verbilligte sich dagegen binnen Jahresfrist um stolze 25,5 Prozent (-1,7 % gegenüber März).

Deutsche Exporte verbilligten sich ebenfalls auf Jahressicht. Hier lagen die Preise im Durchschnitt 0,4 Prozent dem Vorjahresniveau. Gegenüber März verringerten sich die Ausfuhrpreise durchschnittlich um 0,2 Prozent. Im März waren die deutschen Ausfuhrpreise nach einem minimalen Anstieg im Februar (+0,1 %) auf Jahressicht konstant geblieben.

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