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News, 23.05.2008
Gartner
Chancen von Telearbeit (besser) nutzen
Wie Gartner aktuell berichtet, werden im Jahr 2008 weltweit 41,4 Millionen Beschäftigte ihre Arbeit wenigstens einen Tag pro in einem Home Office und somit von zuhause aus verrichten. Doch könnten Unternehmen von der Telearbeit sehr viel stärker profitieren, wenn sie deren unternehmerische Potenziale besser nutzten.
Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Gartner bietet Telearbeit Unternehmen viele interessante Chancen. So könnten Unternehmen durch Telearbeit ihre Produktivität erhöhen, Kosten sparen und zudem auch ihre Attraktivität als Arbeitgeber stärken. Um jedoch diese Potenziale ausschöpfen zu können, müssen solche Arbeitsformen dem Bericht zufolge im Unternehmen personalpolitisch und organisatorisch fest verankert sein. In den meisten Unternehmen ist dies derzeit aber nicht der Fall.

Laut Andrew Walker, Forschungsdirektor bei der Gartner CIO Research Group, hat die Mehrheit der Unternehmen für virtuelle Office-Umgebungen „keinen offiziellen Plan“. Demnach begründet sich die Möglichkeit zur Heimarbeit zumeist auf informalen Arrangements. Die Folge: Die Chance, das Employer Branding zu stärken, wird vertan. Demgegenüber würde ein offizieller, formaler Ansatz Walker zufolge von Bewerbern als ein langfristiges Bekenntnis des Unternehmens zu Work-Life-Balance gewertet werden, welche wiederum der Schlüssel zur Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung sei.

Effektiv umgesetzt, so Gartner, werden virtuelle Arbeitsumgebungen zu einer Quelle für Produktivitätszuwächse und Kosteneinsparungen, die als Gewinne an die Aktionäre weitergegeben werden könnten. Dass aus der schönen Theroie auch Praxis wird, raten die Experten erst einen Business-Case zu erstellen, der sowohl den Nutzen für das Unternehmen - bspw. Produktivitätszuwächse und erwartete Kosteneinsparungen – als auch den Mehrwert für die Mitarbeiter aufzeigt. So könne sichergestellt werden, dass ein solches Vorhaben auch gut durchdacht ist und von allen Seiten unterstützt wird.

Um Ressentiments und Ängste wie beispielsweise vor einem Kontrollverlust zu mindern, empfehlen die Experten weiterhin mit einem Pilotprojekt zu starten. Hierfür sollten in einem offiziellen Leitfaden zur Telearbeit die Verhaltensrichtlinien für Telearbeiter und der Support klar definiert sein. Beim Pilotprojekt rät Gartner dabei in folgenden Schritten vorzugehen:

  • Schritt 1: Definition der kritischen Erfolgsfaktoren für das Pilotprojekt sowie der Controlling-Maßnahmen und des Reportings
  • Schritt 2: Suche und Auswahl einer passenden Umgebung
  • Schritt 3: Einrichtung eines Ausschusses, bestehend aus Entscheidungsträgern und einem Projektteam, zur Planung der Initiative
  • Schritt 4: Suche nach Freiwilligen, die bereit sind an dem Pilotprojekt teilzunehmen.
  • Schritt 5: Schulung der Mitarbeiter als Vorbereitung auf das Projekt, speziell im Hinblick auf veränderte Prozesse und Rollen.
  • Schritt 6: Start des Pilotprojekts

“Das Pilotprojekt hilft Widerstände gegen das virtuelle Office zu verringern. Wenn die Ergebnisse positive sind und kein Bedarf besteht, das Pilotprojekt zu verlängern, können die Vorzüge Widerständlern in anderen Unternehmensbereichen dargestellt werden”, meint Walker. So bereite ein erfolgreiches Pilotprojekt Walker zufolge den Boden dafür, dass das virtuelle Office-Konzept verankert und Schritt für Schritt im Unternehmen ausgeweitet könne.

Quelle: Gartner

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