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News, 18.06.2010
Erzeugerpreisindex
Erzeugerpreise erneut deutlich gestiegen
Die Produzenten gewerblicher Produkte ziehen ihre Preise weiter an: Im vergangenen Monat stiegen die Erzeugerpreise in Deutschland - allen voran die Preise für Vorleistungsgüter - so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr.
Der Preisauftrieb bei gewerblichen Produkten hat sich im Mai beschleunigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Mai 2010 um 0,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Statistikbehörde zufolge war das der höchste Anstieg seit Februar 2009. Damit haben die Produzenten von Energie, Vorleistungsgütern und Verbrauchsgütern ihre Preise im Mai gegenüber dem Vormonat um weitere 0,3 Prozent erhöht. Im April waren die Erzeugerpreise um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie, die im Mai um 1,1 Prozent niedriger lagen als im Vorjahresmonat und gegenüber April um 0,3 Prozent fielen, wäre die Jahresteuerungsrate mit 1,8 Prozent sogar doppelt so hoch ausgefallen.

Metallische Sekundärrohstoffe fast doppelt so teuer


Den stärksten Preisauftrieb verzeichneten die Statistiker im Bereich der Vorleistungsgüter, die sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,7 Prozent verteuerten. Einen ähnlichen hohen Preisanstieg hatte es hier zuletzt auf Jahressicht mit 4,6 Prozent im Mai 2007 gegeben. Am stärksten verteuerten sich Metallische Sekundärrohstoffe, für die Bezieher im Mai 90,5 Prozent mehr bezahlen mussten als im Vorjahreszeitraum und 6,6 Prozent mehr als im April. Nichteisenmetalle (bspw. Kupfer und Aluminium) und deren Halbzeug waren im Mai auf Jahressicht um 34,8 Prozent (gegenüber April: +0,3%) teurer als im Vorjahresmonat und Walzstahl um 21,6 Prozent (gegenüber April: +7,1%). Die Preise für Metalle lagen um 17,3% höher als im Mai 2009 und stiegen gegenüber dem Vormonat um 3,1%. Chemische Grundstoffe waren 6,5% teurer als im Mai 2009 (+ 0,7% gegenüber April 2010). Dagegen waren Düngemittel und Stickstoffverbindungen gegenüber Mai 2009 um 18,2% billiger (- 4,9% gegenüber April 2010).

Von den Hauptenergieträgern verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat nur die Mineralölerzeugnisse, deren Preise im Mai durchschnittlich um 22,3 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen und gegenüber April 0,5 Prozent zulegten. Den stärksten Preisanstieg verzeichneten die Statistiker hier auf Jahressicht bei Flüssiggas mit plus 72,0 Prozent (Vormonat: + 0,3%) und leichtem Heizöl mit plus 41,5 Prozent (Vormonat + 1,4%); Dieselkraftstoff und Motorenbenzin verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 18,7 Prozent bzw. 12,4 Prozent. Dagegen deutlich günstiger auf Jahressicht war Erdgas, das im Mai um 14,9 Prozent weniger kostete als im Vorjahr. Elektrischer Strom verbilligte sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 1,2 Prozent, wobei Weiterverteiler im Mai 6,0 Prozent weniger bezahlen mussten als Vorjahreszeitraum, während sich die Strompreise für gewerbliche Anlagen auf Jahressicht um 4,3 Prozent erhöhten.

Die Preise für Verbrauchsgüter blieben im Mai auf Jahressicht stabil (gegenüber April: 0,4%). Kräftige Preisanstiege gab es lediglich bei Butter und anderen Fettstoffen aus Milch, die sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 45,5 Prozent und gegenüber April um 11,4 Prozent verteuerten. Ebenfalls teurer als im Vorjahr waren Milch (9,0%) sowie Käse und Quark (5,0%).  „Dennoch war das Preisniveau von Nahrungsmitteln auf der Erzeugerstufe insgesamt um 0,7% niedriger als im Mai 2009“, so das Statistische Bundesamt.  Fleisch (ohne Geflügel) kostete 2,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und verbilligte sich gegenüber April um 1,8 Prozent.
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