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News, 08.10.2013
Sinkende Energie- und Vorleistungsgüterpreise
Erzeugerpreise rutschen unter Vorjahresniveau
Die deutschen Erzeugerpreise sind im August im Jahresvergleich so stark gesunken wie seit rund dreieinhalb Jahren nicht mehr. Grund für das insgesamt rückläufige Preisniveau auf Produzentenebene waren deutliche Preisrückgänge bei Energie und Vorleistungsgütern.
Der starke Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln setzte sich dagegen fort. Milch etwa kostete ein Fünftel mehr als im August vergangenen Jahres.
Der starke Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln setzte sich dagegen fort. Milch etwa kostete ein Fünftel mehr als im August vergangenen Jahres.

Der Inflationsdruck über die Erzeugerpreise bleibt in Deutschland weiterhin gering. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge hat sich der Preisdruck im August auf Produzentenebene sogar erneut leicht abgeschwächt.  So lagen die Erzeugerpreise im August in Deutschland insgesamt 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Einen stärkeren Rückgang der Erzeugerpreise gab es in Deutschland zuletzt im März 2010, als die Preise auf Erzeugerebene im Schnitt um 1,5 Prozent auf Jahressicht gesunken waren.

Verantwortlich für das geringere Preisniveau gewerblicher Produkte waren zu einem wesentlichen Teil deutlich abwärts gerichtete Preise für Energie, für die Bezieher im August durchschnittlich 2,0 Prozent weniger zahlen mussten als im Vorjahresmonat. Besonders Mineralölerzeugnisse waren erheblich günstiger. Hier unterschritten die Preise das Vorjahresniveau im Schnitt um 5,9 Prozent (Leichtes Heizöl: - 9,1 %; Diesel: - 6,1 %; Benzin: - 4,5 %). Auch Strom war deutlich günstiger (- 4,7 %). Profiteure waren jedoch nur die Weiterverteiler, die für Strom im Durchschnitt 16,2 Prozent weniger zahlen mussten als im August 2010, während private Haushalte und gewerbliche Kunden eine Verteuerung um 10,7 Prozent verzeichneten. Gegenüber Juli verbilligte sich Energie nach Auskunft des Statistikamts im Schnitt um 0,3 Prozent. Ohne die Preisrückgänge bei Energieprodukten hätte sich das Preisniveau gewerblicher Produkte im August im Schnitt um 0,1 Prozent auf Jahressicht erhöht.

Auch Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren deutlich günstiger als im August 2012. Sie verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 1,5 Prozent. Gegenüber Juli sanken die Preise im Mittel um 0,1 Prozent. Die Preise für Metalle lagen im August im Durchschnitt sogar 5,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau (- 0,4 % gegenüber Juli). Kupfer und Halbzeug daraus verbilligte sich sogar auf Jahressicht um 9,3 Prozent, Betonstahl um 8,9 Prozent und Walzstahl um 7,3 Prozent. Futtermittel kosteten im Durchschnitt 8,2 Prozent  weniger als im August 2012. Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse (+ 1,4 %) sowie Holz (+ 2,3 %) waren hingegen teurer als im August 2012.

Die Preise für Verbrauchsgüter zogen dagegen weiter an. Sie lagen im August durchschnittlich 2,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber Juli stiegen sie um 0,2 Prozent. Nahrungsmittel kosteten auf Produzentenebene durchschnittlich sogar 3,7 Prozent mehr als Vorjahresmonat (+ 0,2 % gegenüber Juli). Besonders stark nach oben ging der Preis für Butter, die sich binnen Jahresfrist um 44,2 Prozent verteuerte. Milch war rund ein Fünftel teurer als im Jahr zuvor ( + 19,8 %), Käse und Quark verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 8,7 Prozent. Wein kostete im Mittel 7,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, die Preise für verarbeitete Kartoffeln erhöhten sich im Schnitt um 6,9 Prozent. Auch frisches Brot und Brötchen waren deutlich teurer als vor einem Jahr (+ 3,3 %), während sich Öfe und Fette (- 18,0 %) sowie Kaffee (- 2,5 %) auf Jahressicht verbilligten.

Gebrauchsgüter waren im August 2013 um 1,0 Prozent teurer als im August 2012 (+ 0,1 % gegenüber Juli 2013), Investitionsgüter verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 0,7 Prozent (unverändert gegenüber Juli 2013).

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