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News, 27.12.2011
Erzeugerpreise
Deutsche Industrie mit geringster Teuerung seit einem Jahr
Im November hat sich der Preisauftrieb bei industriellen Erzeugnissen auf Produzentenebene in Deutschland weiter abgeschwächt. Vor allem Vorleistungsgüter verbilligten sich sowohl Monats- als auch auf Jahressicht erneut.
Im Zeitraum August bis November hat sich die Jahresteuerungsrate von Vorleistungsgütern fast halbiert.
Im Zeitraum August bis November hat sich die Jahresteuerungsrate von Vorleistungsgütern fast halbiert.

Der Anstieg der Erzeugerpreise in Deutschland verlangsamt sich weiter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet, lag der Index der Erzeugerpreise in Deutschland im November um 5,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das war die niedrigste Jahresteuerungsrate seit einem Jahr (November: +4,4%). Im Oktober waren die Preise für Industrieerzeugnisse in Deutschland noch auf Jahressicht um 5,3 Prozent und im September um 5,5 Prozent gestiegen. Gegenüber Oktober wies der Index der Erzeugerpreise im November einen Anstieg um 0,1 Prozent aus (September gegenüber August: +0,2%).

Hauptverantwortlich für den Anstieg des Erzeugerpreisindex war abermals die Preisentwicklung bei Energieprodukten, die sich auf Monatssicht im Schnitt erneut um 0,1 Prozent verteuerten und eine Jahresteuerungsrate von 11,2 Prozent aufwiesen. Die Preisentwicklung bei Energie herausgerechnet wäre der Index der Erzeugerpreise im November gegenüber Oktober um 0,1 Prozent gesunken und lediglich 2,6 Prozent über Niveau des Vorjahresmonats gelegen. So stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse auf Monatssicht erneut um 0,4 Prozent und binnen Jahresfrist um 17,2 Prozent. Leichtes Heizöl kostete im November sogar 31,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 3,3 Prozent mehr als im Oktober. Dieselkraftstoff verteuerte sich auf Jahressicht um 17,7 Prozent (+1,8% gegenüber Oktober), Motorenbenzin um 9,7 Prozent (-1,4% gegenüber Oktober).  Die Preise für Erdgas stiegen binnen Jahresfrist um 16,0 Prozent und gegenüber Oktober um 0,3 Prozent. Elektrischer Strom kostete im Durchschnitt 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr, verbilligte sich allerdings gegenüber Oktober um 0,4 Prozent.

Bei Vorleistungsgütern – Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden -  hat sich der Preisdruck dagegen im November weiter abgeschwächt.  Sie verbilligten sich gegenüber Oktober im Durchschnitt erneut um 0,3 Prozent. Die Jahresteuerungsrate von Vorleistungsgütern sank im November ebenfalls. Sie ging von 3,2 Prozent (Oktober) auf 2,9 Prozent zurück. Zum Vergleich: Im September war die Jahresveränderungsrate noch bei 4,2 Prozent und im August bei 4,9 Prozent gelegen. Besonders auffällig bleibt hier vor allem die Preisentwicklung von Metallen. Sie kosteten im Durchschnitt 0,4 Prozent weniger als im Oktober und 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Oktober waren die Preise für Metalle noch 1,4 Prozent, im September 5,1 Prozent und im August 6,1 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats gelegen. Chemische Grundstoffe kosteten 6,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber ebenfalls auf Monatssicht (-0,7% gegenüber Oktober).

Verbrauchsgüter verteuerten sich dagegen binnen Monatsfrist um 0,4 Prozent und kosteten 4,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (Oktober: +4,2%). Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im November binnen Jahresfrist sogar um 5,5 Prozent. Gegenüber Oktober erhöhten sich die Nahrungsmittelpreise im November um 0,3 Prozent. Allerdings hat sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmittel abgeschwächt: Im Oktober waren Nahrungsmittelpreise noch auf Monatssicht um 0,7 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,3 Prozent gestiegen. Erheblich teurer als im Vorjahresmonat war im November unter anderem Kaffee mit einer Jahresteuerungsrate von 16,5  Prozent (+0,0% gegenüber Oktober). Auch Rindfleisch kostete erheblich mehr als im November letzten Jahres. Hier stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,1 Prozent und gegenüber Oktober um 2,1 Prozent.

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