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DVE Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.
Pressemitteilung

Ergotherapie: Warum Betätigung gesund macht und gesund hält

Was ist das beste Rezept, um gesund zu bleiben oder zu werden? Wie viel Vorsorge ist gut, welche Maßnahmen und Therapieformen sind verzichtbar, welche unabdinglich?
(PM) Karlsbad, 19.06.2015 - Die öffentlichen Debatten zum Thema Gesundheit führen manchmal zu mehr Verwirrung als zu Klarheit. „Der Ansatz in der Ergotherapie hebt sich von allen anderen medizinischen Herangehensweisen dadurch ab, dass wir Ergotherapeuten die individuellen Bedürfnisse der Menschen, die zu uns kommen, in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen stellen. Wir versetzen sie in die Lage, den für sie wichtigsten Betätigungen (wieder) nachzugehen.“, erläutert Angelika Maurer. Die Ergotherapeutin des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.) verdeutlicht, warum diese Berufsgruppe mit ihren Klienten persönliche Ziele findet, sie stark macht, autonom und selbstständig. Also warum Ergotherapie gesund macht und gesund hält.

Wie kommt es zu mehr oder besserer Gesundheit? Diese Frage beschäftigt viele, denn die Aussicht so alt zu werden, wie noch keine Generation zuvor, ist verlockend. Allerdings ist dieses Ziel nur dann erstrebenswert, wenn die Menschen den Weg dahin glücklich und zufrieden und in bestmöglicher Gesundheit zurücklegen können. Der Verzicht auf Rauchen, eine ausgeglichene Ernährung und ausreichend Bewegung alleine sind dafür jedoch keine Garanten. Gibt es über diese Aspekte der Prävention hinaus weitere, die einen positiven Einfluss haben und somit gesundheitsförderlich wirken? „Ja.“, sagen Ergotherapeuten wie Angelika Maurer. In die Ergotherapie kommen Menschen nach Unfällen, mit einer Behinderung oder bei einer Vielzahl von Erkrankungen, die dadurch in ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigt sind. Denn die Ergotherapie stellt die Betätigung in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Jedes Handeln und Tun, also das, was im ergotherapeutischen Fachjargon mit dem Überbegriff „Betätigung“ bezeichnet wird, entfaltet seine Wirkung auf die Gesundheit: Derjenige, der es gut kann, findet Anerkennung, Bestätigung und Erfüllung. Das Gegenteil tritt ein, wenn ein Mensch – sei es aus körperlichen, geistigen oder seelischen Gründen – etwas nicht (tun) kann, was ihm wichtig ist. Unfähigkeit und Untätigkeit führt auf Dauer oft zu persönlichem Frust, im weiteren Verlauf zu Minderwertigkeitsgefühlen, Depressionen oder anderen Erkrankungen und gesundheitlichen Problemen. Oder zur sozialen Ausgrenzung.

Ergotherapeuten wissen: Betätigung führt zu Bestätigung

In der Ergotherapie geht es immer wieder ums Handeln, darum, dass der Mensch die Betätigungen, die ihm wichtig sind, ausführen und dadurch im Alltag gut zurechtkommen kann. „Und das sieht bei jedem anders aus, denn zu uns kommen Menschen jeden Alters, von wenige Monate alten Säuglingen bis zu Hochbetagten, mit völlig unterschiedlichen Erkrankungen oder Problemen. Und sie bringen ganz verschiedene Voraussetzungen und Fähigkeiten mit, möchten ihre eigenen Wünsche umsetzen und mithilfe der Ergotherapie Ziele erreichen. Es ist schon daher ein ergotherapeutisches Grundprinzip, jeden Klienten individuell zu betrachten, zu beraten und zu behandeln.“, veranschaulicht Angelika Maurer diesen Ansatz. Am Anfang beleuchten Ergotherapeuten üblicherweise eine Vielzahl von Details wie die jeweilige Lebenssituation und die Lebensphase, in der sich ihre Klienten befinden. Alte Menschen haben einen anderen Tagesablauf und befassen sich mit anderen Aufgaben und gehen anderen Betätigungen nach als Kinder oder Erwachsene, die im Beruf stehen oder eine Familie versorgen. Jeder Mensch hat eigene Prioritäten, die sein Leben ausmachen. Nur, wenn die für den Betroffenen wichtigen Handlungen und Betätigungen möglich sind, kann er sich wohl fühlen, sich als gesund empfinden. „In den Grenzen seiner Erkrankung kann sich jemand wohl und in gewissem Maße sogar gesund fühlen, wenn er den für ihn wichtigen Betätigungen nachgehen kann.“, schildert Frau Maurer die Situation eines älteren Herren, der nach einem Schlaganfall massiv beeinträchtigt war, aber dank der ergotherapeutischen Intervention wieder Fahrrad fahren lernte. Auch von den Erfolgen einer jüngeren Klientin, die sie in ihrer Praxis für Ergotherapie behandelt hat, ist sie angetan. Diejunge Frau hatte nach einem Unfall, bei dem sie sich mit der Heckenschere schwere Verletzungen an einer Hand zuzog, den Wunsch, wieder Klettern zu können. Mit entsprechendem ergotherapeutischem Training, motivierendem Coaching und dem Transfer der erlernten Strategien in ihren Alltag haben beide Klienten ihre zuvor mit der Ergotherapeutin gemeinsam festgelegten Ziele tatsächlich erreicht, können den für sie wichtigen Betätigungen wieder nachgehen.

Informationsmaterial zu den einzelnen Behandlungsfeldern der Ergotherapie erhalten Interessierte bei den Ergotherapeuten vor Ort; diese sind über die Therapeutensuche im Navigationspunkt „Service“ des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.) auf www.dve.info zu finden.
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Der Deutsche Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE) ist seit seiner Gründung im Jahre 1954 der maßgebliche Berufsverband aller Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in Deutschland. Zu seinen mehr als 12.000 Mitgliedern zählen in ...
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